South Africa

Flagge von Südafrika

19. Juli 2019

Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt: Passstempel bei Botswana Immigration und dasselbe in Südafrika, dort haben wir uns eine 3-monatige Aufenthaltsdauer eintragen lassen. Wir nehmen die schlechteste Straße in Richtung Alldays, um am Ufer des Limpopo entlang zu fahren (Teerreste mit tiefen Schlaglöchern. Leider sehen wir von ihm gar nichts, das gesamte Uferland ist Farmland und es gibt keinen Zugang zum Fluß. In Alldays kaufen wir ein paar Vorräte nach und besorgen uns eine Vodacom SIM Karte, um auch in Südafrika online sein zu können (der ganze Aufwand nur für euch Blogleser!). Es geht weiter zum „Mapungubwe National Park“. Am Parkeingang besorgen wir uns die „SAN-Parks (South African National Parks) Wildcard“, die für ein Jahr den Eintritt in alle National Parks ermöglicht. Leider ist der Campground im Park belegt, so fahren wir 7 km weiter zur „Mopani Lodge“, wo wir 10 km vom Lodge-Gebäude, mitten im Busch eine Campsite zugewiesen bekommen. Direkt neben einem riesigen Baobab Baum.

Zwei Giganten…

Es gibt Strom, Wifi (!) und ein blitzsauberes Sanitärgebäude.Wir stehen hier völlig allein. Durch das fast flotte Wifi können wir unsere Campsites im Krüger Park vorbuchen. Ein Wasserloch gibt es hier auch, aber es kommen nur 30 doofe Buschhühner. Antilopen wollten auch kommen, haben uns aber wohl gewittert und durch Schnauben und Prusten ihren Missmut zum Ausdruck gebracht – zum Wasserloch sind sie nie gekommen. Nachts kann man den Baobab beleuchten.

Ein Gigant bei Nacht.

20. Juli 2019

Game Drive Tag! Wir verlassen am frühen Morgen die schöne Campsite und fahren zurück zum Main Gate des „Mapungubwe National Park“. Wir bekommen alle Tracks und Sehenswürdigkeiten von der Reception erklärt und dann darf SUMO endlich in den Park.

Markanter Fels in der Parkmitte

Die Landschaft ist abwechsungsreich und sehr schön.

Panorama (click!): Limpopotal (3-Ländereck: Südafrika, Botswana, Zimbabwe)

Leider ist die Tierdichte nicht besonders hoch, Elefanten laufen uns trotz ihrer Hinterlassenschaften überall im Park nicht über den Weg. Aber verschiedene Antilopenarten,

Bushbuck

Impalas und Paviane

Zebras, Giraffen,

Papa, Mama und Baby Giraffe, hochnäsig wie immer

Paviane und ein Flock Pelikane.

Im Limpopo muss es auch Fische geben… Pelikane

Auch Wasser gibt es hier genug:

Stausee

Nach unserer Runde durch den Park besuchen wir noch das kleine Museum über Ausgrabungen, die ab den 30er Jahren hier im Park durchgeführt wurden. Highlight sind die goldenen Grabbeigaben (um 1250 AD) und das goldene Rhino. Leider war das Fotografieren verboten.

Golden Rhino. Foto: The Guardian

Zum Schluß entdeckt Elke noch farbenprächtige Eidechsen.

Geht’s noch bunter?

Nach einem kleinen Mittagessen im Museums-Restaurant lenken wir SUMO zurück zu seinem Baobab. In den tollen, heißen Duschen (**** Lodge-Standard) waschen wir uns den Staub des Game Drives herunter.

21. Juli 2019

Nachdem wir uns offroad aus der privaten Game Reserve der Lodge wieder zur Straße durchgekämpft haben, nehmen wir Kurs auf Musina. Dort besorgen wir uns bei Vodacom Airtime und weiteres Datenvolumen. Es heißt zwar, dass man mit Kreditkarte auch online nachladen kann, aber das funktioniert wohl nur mit südafrikanischenKarten, keine unserer CC’s funktioniert. Bei ShopRite besorgen wir uns noch ein paar Lebensmittel, damit es auch für den Krüger Park reicht. 50 km weiter südlich machen wir im Tshipise Resort Schluss. Von hier bis zu unserem ersten Camp im Krüger Park, für das wir morgen gebucht haben, ist es nicht mehr weit. Der riesige Campingplatz bietet alles, insbesondere drei Swimmingpools, mit Temperaturen von 46°C, 38°C und 23°C. Die müssen wir natürlich testen. Heiße Quellen machen es möglich. Markt, Restaurant, Minigolf etc. gibt es auch. In der Bar gibt es Wifi und ich komme mit einem Ehepaar, Jorg und Barbara, hier aus der Gegend, ins Gespräch. Sie laden uns ein, auf ihrer „Popallin Ranch“ vorbei zu kommen, um ihre weißen Löwen anzuschauen. Mal schauen, sie liegt morgen auf unserem Weg zum Krüger Park.

22. Juli 2019

Elke ist begeistert und will die weißen Löwen sehen. Wir fahren zur Ranch und treffen die Schwester von Jorg. Er selbst ist irgendwo auf der Farm unterwegs. Sie zeigt uns die wunderschöne Lodge direkt an einen Flussarm und natürlich die weißen Leuen.

White Lion (aus gewissen Gründen hinter einem Zaun…)

Wir erfahren einiges über die Zucht der Tiere und die üblen Verluste vieler Löwen durch Wilderei. Von ursprünglich 16 Tieren leben nur noch 4, gerade letzte Woche wurden wieder zwei Tiere gewildert, ihre Köpfe und Klauen waren ab geschnitten, der Rest blieb liegen. Für echte Löwenzähne und –klauen werden in China Unsummen gezahlt, wie auch für Rhino-Hörner. Nach der netten Führung durch die Lodge mit schönem Campground (sehr zu empfehlen!)  machen wir uns wieder auf den Weg zum Krüger Park.

Parkeingang

Wir erledigen die Parkformalitäten und beginnen unseren ersten Game Drive im Park. Bald biegen von der Hauptstraße ab und es wird interessant: wir sehen Kudus, Wasserbüffel,

Wasserbüffel

Nyalas,

Nyala

Impalas, Buschböcke, Zebras, diverse Affen (auch Gir-…), eine große Horde Elefanten, viele Hippos

Faule, fette, pFerde und lauernde Crocs

und unzählige Krokodile im Fluss.

Karies?

Nach diesem Rundweg, für den wir uns viel Zeit nehmen, steuern wir das „Punda Maria Camp“ an, hier haben wir für drei Nächte gebucht. Der Campingbereich liegt direkt neben einem hochfrequentierten Wasserloch, an dem es vor Elefanten nur so wimmelt.

Heute haben wir ca. 100 Elefanten gesehen!

Am Abend und in der Nacht kommen auch Wasserbüffel und natürlich alle Arten von Antilopen. Am Tage mit den Kameras, in der Nacht mit Nachtsichtgeräten spüren wir den Tieren nach.

23. Juli 2019

Wir wurden schon wieder beraubt! Gestern an einem Picknickplatz waren die Äpfel schneller vom Tisch, als man schauen konnte und heute morgen hat sich ein Dieb durch das offene Fenster der Fahrkabine gezwängt, einen Aufbewahrungshänger durchwühlt und unsere Kekse entwendet! Meerkatzen sind die Übeltäter.
Eine gute Tat wird nach dem Frühstuck von uns erbeten. Der Besitzer eines ISUZU LKW Womo’s sucht 24V Starthilfe, wir sind der einzige, weitere LKW auf dem Platz. Natürlich hilft SUMO gerne und schon läuft der ISUZU wieder.

Schnelle Fremdstart-Hilfe

Dann beginnen wir unseren heutigen Game Drive. Wir fahren alle Loops und Wasserlöcher rund um das Camp ab, aber die Wasserstellen sind (fast) alle trocken und wir sehen nicht soo viele Tiere.

Büffel mit Vogel im Ohr

Zurück am Wasserloch des Camps ist dort schon wieder die Elefantenhölle los. Heute wird ausgiebig gebadet.

Die Elefanten-Kids haben Spass im Schlammbes!

Immer wieder gehen wir zur Beobachtungsplattform, um die diversen Tiere zu sehen. Gegen 21 Uhr schläft Elke auf der Bank fast ein und muss ins Bett. Wieder nix mit Löwen…

24. Juli 2019

Büffeldrama am Wasserloch!!!
Heute wollen wir nicht fahren, sondern hier am Wasserloch die Tiere beobachten. Mittwoch scheint Büffeltag zu sein, es wimmelt nur so von den Buschkühen.

Büffelgetümmel

Aber auch andere Besucher stillen ihren Durst.

Na, na, wer wird denn gleich in die Luft gehen…

Leider sind die Busch-Paarhufer doof. Eine sehr schlammige Stelle zieht 5 ausgewachsene Büffel und ein kleines Kalb an… und prompt versacken sie alle tief im Modder und können sich nicht mehr selbst befreien. Der Ranger wird informiert, meint aber, sie könnten sich vielleicht noch selbst befreien. Ich biete SUMO als Büffel-Bergungsfahrzeug an (Winde), was aber dankend abgelehnt wird, die Ranger werden sich kümmern. Am späten Nachmittag kommt zuerst ein Park-Helikopter, der tief über dem Wasserloch kreist und alle Tiere (inklusive Elefanten) vertreibt. Dann rücken ca. 15 Mann mit Fahrzeugen und Seilen an, um die Tiere zu retten.

Das Kalb ist schnell heraus gezogen…

Die dicken Büffel machen mehr Arbeit…

Mit Seil und Landrover ziehen sie auch die Schwergewichte aus dem Schlamm

Der erste befreite, dicke Büffel zeigt seine Dankbarkeit mit einem Kopfstoß gegen den Landy – eine Beule zeugt von seiner Anerkennung der Rangerleistung. Am späten Abend sind alle Büffel befreit, der Helikopter zieht ab.

25. Juli 2019

Wir lassen Punda Maria hinter uns und steuern Shingwedzi an. Dieses Camp liegt nahe der Grenze zu Mozambique. Wir fahren aber nicht die Hauptstraße, sondern eine Nebenstrecke, am Flussbett des Mphongola entlang. Selbiger ist trocken, aber es gibt noch einige, wenige Wasserstellen im Flusstal. Im Nordteil der Strecke sehen wir nur wenige  Tiere, im Süden wird es dann deutlich besser. Büffel, Zebras, Giraffen, Antilopen (Waterbucks!), Hippos, Crocs und…Löwen!

Hey! könnt ihr nur faul rumhängen? Wie wäre es mit etwas Pose für die Fotografin?

Zwei Löwinnen haben es sich im Schatten eines Baumes mit ihren drei Jungen gemütlich gemacht und verdösen den Tag.

Selbst die Jugend ist von SUMO nicht beeindruckt…

Im nahe gelegenen Wasserloch schwimmen viele Hippos

„Schiebt ab und lasst die Löwen in Ruhe!“

und Krokodile sonnen sich an den Ufern. Wir stehen ganz nahe bei den Großkatzen. Jetzt fehlt uns noch ein Löwen-Pascha. Statt dessen sehen wir Büsche und Bäume, deren Blätter aus Vögeln bestehen.

Das sind keine grauen Blätter, sondern kleine Vögel!

Im Camp beziehen wir eine vorgebuchte Campsite und stärken uns im Restaurant bei einem Snack, Anscheinend ist die Speisekarte in allen Camps die gleiche, zu mindestens in Punda Maria und in Shingwedzi sind sie identisch. Am Abend grillen wir zur Abwechslung mal auf Holzkohle.

26. Juli 2015

Nächster Gamedrive, diesmal entlang des Nkayini Flussbetts. Im Wesentlichen ist es trocken, einige Stellen führen noch etwas Wasser. Früh am Morgen ist wenig los, später wird es etwas besser. Wir stumpfen so langsam ab: Impalas und Kudus sind kaum noch eine Augenbewegung wert, Büffel sind wir überdrüssig, Zebras erfreuen nur noch Elke und Giraffen stehen hier überall rum. Elefanten sind manchmal ein Verkehrshindernis. Ein halbstarker Elefantenbulle wagt es frecher weise uns anzutrompeten, da hat ihm SUMO aber eine gehupt!
Wir suchen verzweifelt Löwen oder Leoparden, haben aber kein Glück, aber es gibt ja auch wunderschöne Vögel…

Hagedash mit Nilgans

Landschaftlich ganz nett sind die „Red Rocks“ und der Aussichtspunkt „Tshange“.  Eine hochgepriesene Beobachtungstelle für Vögel nahe dem Camp ist bei der Trockenheit nur ein Witz, kein Piepmatz in Sicht. Dafür hat Elke heute einige andere Flattermänner auf ihren Chip gebannt.

Schreiseeadler

Nach fünf Stunden Kriechfahrt und Hippobick kurz vor dem Camp

Grunzende, runde Steine mit Madenhackern

sind wir zurück und stürzen uns erst mal in das angenehm warme Wasser des Schwimmbads. Aus dem Pool heraus beobachten wir Elefanten direkt am Zaun um das Camp. Plantschen und gleichzeitig „Game Viewing“ – einmalig. Am Abend streunt ein Honigdachs durch das Camp.

27. Juli 2019

Auf einer Nebenstrecke, die nahe der Grenze zu Mozambique lange an dem Flussbett des Shingwedzi mit vielen Wasserstellen entlang führt, „rasen“ wir mit 10-30 km/h dem Camp Mopani entgegen. Wie üblich am Morgen, ist wenig los an den Wasserstellen. Dazu ist es heute stark bewölkt (was ist das denn??? – seit Namibia, ist heute der erste bewölkte Tag!), die dunklen Wolken sehen übel aus und tatsächlich: sie sondern drei Tropfen Regen ab. Später zeigen sich dann wieder die üblichen Verdächtigen: Büffel, Gnus, Zebras, Antilopen (eine Liechtensteinantilope war neu für uns),

Leier- oder Liechtenstein-Antilope?

Giraffen, Hippos, Crocs, Elefanten. Gähn. Vor lauter Verzweiflung knipst Elke wieder Vögel.

Sattelstorch

Gegen Mittag erreichen wir das Camp Mopani. Hier haben wir für vier Nächte einen Bungalow gemietet – Campsites in der Nähe waren für diesen Zeitraum alle belegt. Aber auch schön, mal wieder aus den 7 qm von SUMO zu entfliehen.
Die Speisekarte im Camp-Restaurant ist tatsächlich wieder dieselbe. Bald haben wir uns durch alle Gerichte gefressen. Gut, dass es in den größeren Camps einen kleinen Shop gibt, wo man seinenVorräte aufstocken kann. Die Auswahl ist nicht groß, aber alles Wesentliche bekommt man. Gewisse Dine sind gewöhnungsbedürftig: Unsere Hütte hat eine kleine Aussenküche mit Mikrowelle und Kühlschrank. Auf dem Eischrank klebt ein Schild, dass man den Kühlschrank bei Abwesenheit und in der Nacht mit der Tür zur Wand drehen soll, da ansonsten ein „Honey Batcher“ ihn ausplündert. Clevere Dachse haben die hier – obwohl unser Honig gar nicht im Kühlschrank steht…

29. Juli 2019

Heute beginnen wir unseren Game Drive spät, erst um 10:30 Uhr darf SUMO wieder auf die Piste. Leider hat auch dieser „Trick“ nicht viel gebracht, wir sehen weniger Tiere als sonst. Ein paar Elefanten, die sehr geschickt die letzten Vorräte eines künstlichen Wasserlochs aus dem Pumpbehälter saufen.

Hier kommen nur Dickhäuter ans Wasser

Zebras, Gnus, Büffel, Impalas, Giraffen Crocs und…Wasserböcke, haufenweise. Heute scheint Waterbuck Day zu sein. Nach vier Stunden haben wir unsere Runde  beendigt. Immerhin haben wir dabei den Wendekreis des Steinbocks überquert.

SUMO am „Tropic of  Capricorn“

Endlich mal wieder ein Sonnenuntergang, diesmal mit Elefant!

Pause bis 19:45 Uhr, dann beginnt unser „Night Game Drive“. Mit starken Seitenlichtern und Handlampen fährt unser Guide zwei Stunden die Hauptstraße rauf und runter. Wir sehen einige kleine, nachtaktive Tiere und ein grasendes Hippo. Highlight sind zwei Zibetkatzen,

Zibetkatze

eine Ginsterkatze (gehören beide zu der Familie der Mungos), Mangusten,

Manguste

Strauch- und Springhasen und einen Streifenschakal. Keine Leoparden. Privatfahrten in der Nacht sind verboten, Jedes Fahrzeug muss um 17:30 Uhr im Camp sein.
Ein paar Worte zu den Straßen und Tracks im Park: Die Hauptdurchgangsstraßen sind asphaltiert (50 km/h), der Rest i.a. guter Gravel (40 km/h) oder  Sand/Dirt (30/km/h). Meist fährt man langsamer als das Limit. Mit SUMO ist alles prima fahrbar, nur einmal mussten wir wegen eines tiefhängenden, dicken Astes umdrehen, da wir den Baum nicht umfahren konnten. Wichtig immer: der Blick nach oben. Mopane-Patina (Kratzer) an den Seiten von SUMO ist normal. Längere Overlander-LKW’s dürften manchmal Probleme bei den vielen gewundenen, engen turn-offs zu den Flüssen oder Wasserlöchern haben. Generell sind alle Wege sehr einfach befahrbar.

30. Juli 2019

Wir wurden schon wieder beraubt! Obwohl ich die Kühlschranktür verklemmt und einen schweren Stuhl davor platziert hatte, hat es der Honigdachs geschafft, den Kühlschrank zu öffnen und unseren gesamten Käse (ca. 500g) zu vertilgen. Heute wird die Eisbox umgedreht.
Und auf zum nächsten Game Drive, es geht in Richtung Letaba.

Die hier sind unvermeidlich, auf jedem Game Drive

Am Ende sind wir 7,5h unterwegs. Wir machen viele Abstecher u.a. an zwei verschiedene Stauseen (Engelhard-Damm, Mingerhout-Damm)

Engelhard-Damm

und sehen viel bekanntes Ungeziefer,

Und die mogeln sich auch immer wieder auf die Speicherkarte…

deutlich mehr als gestern. Heute ist eher Hippo-Tag.

Uraltes Hippo: schon bemoost

Club der bemoosten Flusspferde und und Crocs

Aber auch Kleinvieh zeigt sich.

Klippspringer

Nach der langen Tour gönnen wir uns noch einen Sundowner und abends Wiener Würstchen auf der Terrasse unserer Hütte.

30. Juli 2019

Game Drive heute-
Großes Kino in Breitwand und Surround Sound – demnächst in Ihrem Filmtheater:

PREDATOR!
The Cycle of Life

Hauptdarsteller: Leopard (L.)
Opfer: Antilope (A.)
Nebendarsteller: Hyäne 1 (H1.) und Hyäne 2 (H2.)
Statisten: Die üblichen Verdächtigen (Elefanten, Zebras, Giraffen etc.)

Kurzfassung:
L. liegt auf der Lauer, entdeckt A.,
Angriff…, XXXXX
(da unser Blog nur FSK 6 hat und wir nicht auf FSK 18 hochgestuft werden wollen, haben wir den kritischen Teil zensiert XXXXX)
L. ist satt, lässt Reste liegen
H1. und H2. wittern ihre Chance und kümmern sich um den Nachtisch.
Statisten geben sich unbeteiligt.

Trailer:

Alles ruhig hier, nur mein Magen knurrt. Ich könnte ein saftiges Stück Fleisch gebrauchen…

Moment mal, was schleicht denn da zum Wasserloch?

Das Opfer (Symbolbild). Aus pietätischen Gründen verzichten wir auf ein echtes Bild von A.

Ein Steinbock! Lecker, die sind besonders zart.

Nah genug. Den hol ich mir. Banzai!

Ab hier geben wir nur Auszüge und aus der Tonspur und (Regieanweisungen) wieder:
(L. rennt) padat, padat, padat,
L.: „grooaaar“,
(L. springt A. an),
A: „iiieh“
(L.: Biss),
A.: „Schnauf“ -letzter-
L.:“schmatz, schlürf, reiss, kau, schling, würg, rülps, pfrrr (Flatulenz),
(L.: schlurft von dannen) padat…padat…padat…“
Unterdessen:

H1.: Jetzt ein schöner, abgelegener Kadaver wär mir ganz recht…

H2.: Da hör ich doch was! Kling nach baldigen Essensresten…

(H1. und H2. finden Kadaver)
„reiss, zerr, knack, beiss, schling“
(H1. und H2. balgen sich um die Reste),
Lachen (Hyäne-Stil)

Statisten: War da was? Nö.

Und wie in jedem gängigen Hollywood-Movie…

…die Überlebenden schreiten der untergehenden Sonne entgegen…

The End

31.  Juli 2019

Wir räumen unsere Hütte und nehmen Kurs auf Camp Satara, wo wir für die drei nächsten Nächte wieder einen Bungalow gemietet haben (keine Campsites frei).

Büffelherde (click!)

Natürlich nehmen wir nicht den direkten Weg, sondern die Nebenstrecken entlang des Letaba- und Olifant-River.

Goliath-Reiher

Das letzte Stück ist dann wieder die Hauptstraße. Sichtungen: die üblichen Verdächtigen (El, Gi, Ze, An, Gn, Bü, Hi, Cr, usw.). Und ein Riesen-Boabab.

Von Weillighs Boabab

Gegen 14 Uhr können wir unsere Hütte beziehen. Heute ist es richtig heiß, 32°C, da tut ein Sprung in das frische Wasser (19°C) des Pools richtig gut.
Am frühen Abend Kinoprogramm im Auditorium über Großkatzen. Danach gönnen wir uns im Restaurant ein Abendessen.

01. August 2019

Diesmal starten wir relativ früh. Wir werden belohnt mit der Sichtung eines Löwenangriffs auf eine Herde von Wasserböcken.Leider ging es alles so schnell, dass Elke keine guten Fotos machen konnte. Leider – für die Löwen – war der Angriff auch erfolglos (sorry, kein Movie!). Auch die Geier waren demzufolge enttäuscht.

Kein Aas heute morgen 🙁

Kurze Zeit später, auf einer Nebenstrecke, läuft ein Leopard quer über den Pad.Auch hier keine Chance für ein Foto. Als Trostpflaster muss ein Afrikanischer  Hornrabe für ein Foto posieren.

Grosser schwarzer Vogel

Ansonsten sehen wir die üblichen Statisten (s.o.) und mehrere kapitale Kudus.

Kleine und zwei (!) große Antilopen in einem Bild

Nach 6h Game Drive reicht es uns und wir gönnen uns eine Pizza.

02. August 2019

Löwen-Tag!
Um 5:30 klingelt der Wecker. Ohne Frühstück machen wir im Dunkeln SUMO klar und verlassen genau um 6 Uhr, als das Gate öffnet, das Camp – für unseren ersten Early Morning Game Drive.
Und es lohnt sich:
Zu Beginn sehen wir zwei kleine Katzen (Wildkatzen, Ginsterkatzen?).

Morgentliche Stimmung

dann erscheint ein dunkler Fleck auf der Straße: die größte Wildkatze von allen liegt faul auf dem Asphalt!

Seine Majestät wärmt sich den Bauch am Morgen auf Asphalt

Nun haben wir auch den Pascha gesehen und abgelichtet. Nach zwei Stunden sind wir wieder zurück im Camp und frühstücken im Restaurant. Pause bis zum late Afternoon Game Drive.
Der geht in Richtung Osten. Viele Tiere sind unterwegs (die üblichen).

Wasserbock

An einem Wasserloch entdecken wir einen Waran.

Wasser-Waran

 

Und dann wieder Löwen: Drei Löwinnen pennen im Schatten von Büschen.

Faule Ladys

Kurz nach Sonnenuntergang

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: Sonnenuntergang in Afrika, laufende #72

erreichen wir wieder das Camp.

03. August 2018

Heute müssen wir raus aus dem Park, da wir für die nächsten 2 Nächte keine Unterkunft im Park bekommen können. Auch die Nachfrage heute in den Camps „Lower Sabie“ und „Crocodile Bridge“ ergibt nur die lapidare Antwort: „Sorry, we are fully booked“.  Also fahren wir 150 km nach Süden zur Parkgrenze.
Unterwegs bekommen wir dann noch die volle Raubtier-Dröhnung: Löwen und Leoparden satt!

Schon wieder faule Ladys…

Bei der Zählung von 23 Löwen, die wir bisher gesehen haben, gebe ich auf.

Die gehören wohl zum gleichen Club…

Löwendame mit Aktivität

Bei den Leoparden sind wir erst bei 4.

Leo relaxt auf Baum

Ein weiterer Leopard sitzt am Fuße eines Baumes (leider von Büschen verdeckt) und bewacht seinen Kill, der hoch in den Ästen hängt.
Über das übrige Beiwerk an anderen Tieren lasse ich mich heute nicht aus…

Na gut: Ein Bild ohne Raubkatzen

Durch das „Crocodile Bridge Gate“ verlassen wir den Park und finden einige km weiter eine Campsite am Flußufer des „Crocodile Rivers“ im „Henk van Rooyen Holiday  Resort“. Das zugehörige Restaurant bietet eine umfangreiche Auswahl an Speisen und Getränken, eine willkommene Abwechslung nach den doch sehr überschaubaren Speisekarten in den Krüger Park Camps.

04. August 2019

Ruhetag, ausruhen von den täglichen Game Drives. Pool und lecker essen im Restaurant.

Wildlife for today

05. August 2019

Rhinos, Löwen, Leopard und ein surfender Reiher!
Mit neuer Energie zurück in den Park. Im „Crocodile Bridge Gate“ geht es wieder rein, diesmal mit einer neuen Erfahrung: Die Gate Security will unseren Camper inspizieren. „Oh that’s a room!“ war der Kommentar des Officers und raus war er wieder. Er hat wohl nicht geschnallt, dass SUMO ein Wohnmobil ist…? 
Fünf Stunden schleichen wir über verschiedene Tracks durch den Park und werden belohnt mit zwei Breitmaul-Nashörnern (leider nur in Fernglas-Reichweite), 5 faulen Löwen

Die tägliche Siesta…

und einem Leopard, gaaanz nah!

Schwangere(r) oder vollgefressene(r) Leopard(in?), direkt neben SUMO

Hmmm, das Ding ist zu groß für mich, sieht aber innen irgendwie lecker aus…

An einem Damm, etwas später, sehen wir Crocs, Hippos und erstmals surfende Reiher.

Das „Surfbrett“ ist ein Flußpferd!

Am frühen Nachmittag erreichen wir -durchgeschwitzt (heute 37°C)-  das „Pretoriuskop Rest Camp“, wo wir für drei Nächte reserviert haben. Hier gibt es ein „Wimpy Grill Restaurant“ (mal was anderes), das wir am Abend austesten – gar nicht schlecht.

06. August 2019

05:15 Uhr:
Elke steht schon auf, also raus aus den Federn, für einen neuen „Early Morning Game Drive.

Zur Abwechsung mal wieder ein Sonnenaufgang!

Der  Drive zieht sich letztendlich bis 14 Uhr, mit Frühstückspause gegen 10:30 Uhr im „Skukuza Rest Camp“. Am Anfang zeigen sich die Viecher etwas zäh, aber dann kommt es Schlag auf Schlag: Leoparden (2),

Malerisch auf einer Felsplatte

Hyäne (vermutlich mit Jungen, geschützt in einem engen Rohr)

Weniger malerisch: Hyäne im Abflußrohr

und natürlich wieder Löwen (6+).

Nicht nur eine Löwin…

…die ganze Straße wird belegt!

Der Elefant, den wir später sehen, hat kunstvoll die Rinde von Ästen abgenagt.

Es geht doch nichts über eine leckere Mopani-Rinde!

Den Rest des Tages vergammeln wir und „erholen“ uns von den Tier-Erlebnissen (Elke hat Muskelkater im rechten Zeigefinger vom vielen Knipsen…).

07. August 2019

Heute starten wir erst spät, erst um 11 Uhr verlassen wir das Camp. Wir sind auf der Suche nach Rhinos, die es hier im Überfluß geben soll. Zumindestens die „Droppings“ künden von einer gewissen Nashorn-Population mit geregelter Verdauung. Aber keines der Viecher will sich blicken lassen. Büsche und Steine werden von uns kurzzeitig mit Nashorn-Silhouetten verwechselt – alles leider nur eine Illusion.
Wir geben irgend wann auf und lassen das Stieren in die Mopane-Landschaft sein. Fahren wir halt noch ein paar Wasserlöcher an, um das übliche zu sehen. Am Reno-Wasserloch sehen wir ein paar Büffel und Antilopen – gähn. Nach ein paar Minuten drehen wir um und fahren zurück.
Bis dann plötzlich… EIN RHINO!

Breitmaulnashorn

Es steht sehr nah bei uns  und bewegt sich nur, um die Pose zu wechseln. Elke hat alle Zeit der Welt ihre Objektive zu wechseln und sich die Finger wund zu fotografieren. Nach 2345 Fotos fahren wir noch mal zurück zum Wasserloch, um zu wenden. Daraus wird erst mal nix, denn nun sitzt eine Hyäne im Trinkbad.

So ein kühles Bad erfrischt auch Aasfresser

Zwei Giraffen kommen zum saufen, nachdem sie die Hyäne durch Anstieren vergrault haben.

Giraffen saufen im Duett

Elkes rechter Zeigefinger zeigt erste Blutaustritte.
Etwas weiter zeigt sich ein Leopard von seiner besten Seite

Stehe ich so gut für ein Foto?

und wir sehen erstmals Rappenantilopen.

Neu: Rappenantilope

Natürlich zeigen sich auch die üblichen Statisten. Kurz vor Schließung des Campgates sind wir wieder zurück. Das war ein sehr schöner Game Drive heute.

08. August 2019

Der letzte Game Drive im Krüger Park. Heute verlassen wir den Nationalpark, nicht jedoch ohne viele, weitere Strecken zu befahren, die wir noch nicht kennen. Wasserlöcher mit Gewimmel,

Impalas, Zebras und Wasserböcke an der Tränke

Rangordnungskämpfe unter Waterbuck Bullen,

Wer ist hier der Stärkere?

noch mal Elefanten und anderes Viehzeug,

„Stoßzahn“-Show: die großen und die kleinen Grauen

und zum Schluß eine kleine Schildkröte waren die heutigen Highlights.
Die Big 5 (Elefant, Rhino, Büffel, Löwe, Leopard) haben wir alle im Krüger gesehen, viele davon x-mal, nur das Rhino  blieb ein Einzelfall.

Einsamer Panzerträger bei der Straßenquerung, Elke warnt den Gegenverkehr

Gegen 13 Uhr verlassen wir den Park. Unser Ziel ist die „Wild Dog Safari Lodge“, die wir nach etwas suchen und abenteuerlicher Fahrt durch eine „Private Nature Reserve“ letztendlich finden. Sie gehört einer Holländerin und ihrem Mann und befindet sich noch im Aufbau. Wir können uns hier abstellen und springen zu Erfrischung gleich mal in den Pool. Klein und familiär ist es hier. Am Abend kommen noch ein paar Gäste aus den USA. Ein gemeinsames Abendessen und viel Palaver beschließt den Tag.

09. August 2019

Wir bleiben hier noch eine Nacht, lassen uns mit Frühstück und Abendessen verwöhnen und sitzen lange mit den anderen Gästen am Lagerfeuer. Ein kurzer Spaziergang zu einen Wasserloch zeigt uns aber nur die Spuren und Droppings von Giraffen und Gnus.

10. August 2019

Wir verlassen die „Wild Dogs Lodge“ und beginnen unsere Rundtour durch das Gebirge. Leider ist es heute bedeckt und die Wolken hängen tief, so dass ein Abstecher zum höchsten Berg der Gegend (Mariekop) ausfallen muss, die Aussicht wäre nur fünf Meter weit gegangen. Aber der Weg um den Berg herum war auch sehr schön, endlich mal wieder richtige Berge!

Mountains! Über 1000m hoch.

Wir fahren den Panorama Weg. Ein Abzweig führt uns zu den „Echo Caves“. Elke, als Höhlenenthusiastin kann daran nicht vorbei fahren.

„Madonna“, ein Tropfstein-Gebilde

Die Höhle ist…naja, ganz nett. Wir sind aber nach den „Carlsbad Caverns“ in New Mexico verwöhnt, was Höhlen angeht.

Viele der Stalagtiten wurden schon vor x Jahren für die Speerspitzenherstellung abgebrochen

Danach fahren wir zum „Forever Resort Blyde Canyon“. Neben einer Campsite und einem großen Pool (zu kalt heute), gibt es ein tolles Restaurant mit leckerem Buffet.

Kleiner Damm am Campground

11. August 2019

Direkt nach dem Frühstück bringt SUMO uns zu den beiden Lookouts über den Blyde Canyon.

Blyde Canyon Panorama. Click!

Upper Lookout: Panaorama. Click!

SUMO am Lower Lookout

Dann nehmen wir unsere Panoramatour wieder auf.
Die „Drei Rondavels“ sind Felsformationen, die den Rundhütten der indigenen Bevölkerung ähneln.

„Die drei Rondavels“ (Berge, die wie Hütten aussehen)

Der Canyon ist teilweise geflutet (Staudamm).

Talsperre

Nach einem Besuch beim „Lisbon Wasserfall“

Lisbon Falls

und einigen weiteren Lookouts buchen wir uns im Panorama Rest Camp bei Grasskop ein. Eine gute Wahl: Vor dem Restaurant liegt ein „Infinity Pool mit Blick auf Steilwände und die dahinter liegende Ebene. Genial!

Infinity Pool

12. August 2019

Seit gestern haben wir heftige Probleme mit unserem Druckluft-Magnetventil (?). Immer wieder pfeifft es laut und irgendwo bläst massiv Druck ab. Bisher hat es sich aber immer wieder gefangen, so dass der Druck nicht unter 12 Bar fiel. Es wird Zeit für unseren Service in Pretoria. Aufgrund dieser Probleme ist unser heutiger Ausflug nur kurz: zu den Mac Mac-Wasserfällen und zurück.

Mac Mac Falls

Danach fahren wir wieder zurück zum Camp und genießen den Pool und das schöne Wetter.

Blick von der Restaurant-Terrasse

Morgen soll es kalt und regnerisch werden.

13. August 2019

Die Wettervorhersage war korrekt, es ist nass kalt und neblig. Wir gönnen uns ein Frühstück im warmen Restaurant und fahren erst spät los. SUMOs Problem mit der Pressluft wird immer schlimmer. Mit hoher Drehzahl kann ich den Druck über 12 bar halten. Heute fahren wir zu Luis und Ingrid, die in der Nähe von Nelspruit eine Macademia-, Citrus- und Avocado-Farm managen.

Logo der Farm

Kurz vor Mittag kommen wir an. Luis hat einen Mechaniker, der sich SUMO mal anschauen will, leider kann er nicht viel ausrichten. Ich hoffe wir schaffen es übermorgen noch bis Pretoria.
Nach einem kleinen Mittagessen fährt uns Luis auf dem großen Farmgelände herum und zeigt uns die Felder

Macademia-Bäume

und Packanlagen der Firma Twycross.

Avocado Verpackungsanlagen

Avocados,

Verpackte Avocados

Macademia-Nüsse, Clementinen

Unterabteilung Citrusfrüchte

und Kiwi werden hier angebaut. Bei einem kristallklaren Bach machen wir eine kleine Pause. Sie haben hier relativ viel Wasser, da die Farm mitten in den Bergen liegt. Trotzdem sind für Trockenzeiten mehrere Staubecken angelegt.

14. August 2019

Nach gemeinsamem Frühstück wird erst mal Wäsche gewaschen, diesmal in einer echten, deutschen Miele-Maschine – das Resultat ist deutlich besser als das aus dem amerikanischen Topladern, die man auf den Campgrounds findet.
Ingrid fährt dann mit uns eine große Runde um ihre Farm, damit wir die Gegend kennenlernen. Besonders nett ist das ziemlich deutsch anmutende Örtchen Kaapsehoop,

Häuschen im Dorf

wo jeder von uns sich einen gefüllten „Pannekoek“ munden lässt.
Es gibt hier viele Wildpferde, die sich die Pflanzen der Vorgärten schmecken lassen.

Vorteil der Wildpferde: kostenloser Rasenmäher. Nachteil: auch die Blumen werden gestutzt

Am Abend macht Luis ein schönes Feuer und wir grillen auf der Glut Steaks und Boereworst. Dazu gibt es Pap (Maisbrei) mit Tomatensoße. das nennt man hier Pappbrei, äahh nee, „Braii mit Pap“.

15. August 2019

Leider müssen wir Luis und Ingrid heute verlassen, unser Unimog-Service in Pretoria steht an. Eine lokale Demonstration einiger Schwarzer blockiert zunächst die Straße zur N4 nach Pretoria mit einem Holzlaster und brennenden Barrikaden, sie wird aber schnell von der Polizei aufgelöst und als wir – nach dankesreichem Abschied von unseren beiden Gastgebern – los fahren ist die Straße wieder frei.
Mit hohen Umdrehungszahlen halte ich den Pressluftdruck oben und SUMO schafft es nach 4 Stunden bis auf den Werkstatthof  von „MogDoc“, dem Unimog Spezialisten von Pretoria.

SUMO beim Doc.

Ferdi De Beer, der Chef, hat lange Jahre bei Mercedes gearbeitet und betreibt nun diese Unimog Werkstatt. Da wir uns schon lange vorher avisiert hatten, kommen wir sofort dran und noch heute werden die ersten Arbeiten abgeschlossen (Spurstangen). Wir können hier auf dem sicheren, umzäunten Gelände übernachten, eine Toilette, Wasser und Strom gibt es auch.

16. August 2019

Heute gehen die Arbeiten weiter, alle Öle werden getauscht, Riemen nachgespannt und wir finden die Ursachen für SUMOs Druckluftprobleme: Der Kompressor ist ziemlich hin und undicht (daher kam das Pfeiffen) und zusätzlich ist ein Druckminderventil leck (man hört es zischen). Beide Teile müssen getauscht werden. Ferdi hatte schon eine neuen Kompressor besorgt, der unsere Reisekasse heftig beansprucht. Nach Abschluss der Arbeiten wird SUMO noch mal ordentlich von allen Ölresten befreit

Etienne reinigt den Motorraum

und wir sind wieder „on the road“. Wir fahren noch ein Stück nach Süden, bis wir SUMO spät im „Omaramba Holiday Resort“ abstellen. Nach dem langen Tag heute, haben wir uns ein Abendessen im Pub verdient.

17. August 2019

Elke navigiert SUMO und seinen unbedeutenden Fahrer im Westen an Johannesburg vorbei. „Hier gibt es eine Abkürzung über die Berge, da sparen wir 20 km“ sagt sie. Komischerweise ist diese nur klein gestrichelt auf unserer Karten APP eingezeichnet. SUMO biegt locker ab und der Weg fängt an richtig Laune zu machen. Die Zwischenräume der Striche stehen wohl für die riesigen Spalten und Löcher in diesem Offroad Track.

Da war es noch zivil…

Endlich darf SUMO mal wieder den Allrad Antrieb einschalten und seinen Spaß haben. Auf der Passhöhe haben wir eine Spitzen-Aussicht und treffen zwei Mountain Bike Fahrer.

Auf dem Pass

Runter wird es auch nicht einfacher, SUMO geniesst die „artgerechte Haltung“ seiner selben. Leider treffen wir dann viel zu früh wieder auf Asphalt.
Nun heisst es fahren, fahren… erst durch Industriegebiete, dann durch öde Landwirtschaftszonen: rechts abgeerntete Maisfelder, links Kühe, dann umgekehrt und alle 10 km ein Silo – es sieht hier ähnlich wie in Kansas aus. Und ebenso erscheinen am Ende der „Durststrecke“ plötzlich Berge (nein, nicht die Rockies von Colorado!).

Beeindruckende Felsformationen

Wir fahren in den „Golden Gate National Park“. Auf einem Picknick-Platz findet SUMO ein paar Bewunderer.

Zwei Bewunderer und Instagram User

Nach ein paar, weiteren Kilometern erreichen wir den SAN-Campground, wo wir SUMO und uns endlich Ruhe gönnen.
Heute war ein langer Fahrtag, den wir mit einem BBQ beschließen.
Hier auf über 2000 m Höhe wird es nach Sonnenuntergang schnell ziemlich kühl.

18. August 2019

2 Grad Aussentemperatur, 6 Grad im Camper heute früh…brrr. Manchmal fehlt uns die defekte Heizung doch… Sehr früh fahren wir los und erkunden alle Wege im Park.

Kleiner Wasserdamm

Die Morgenstimmung macht die Bergszenerie besonders schön.

Eine Herde Weißschwanz-Gnus

Erstaunlich viele Tiere leben in diesen Höhen.

Bergzebras und Antilopen

Nach Verlassen des Parks fahren wir nach Phuthaditjhaba (sprecht das mal schnell flüssig aus!), um einzukaufen und zu tanken. Dann geht es am „Sterfontain Damm“ entlang

In der Gegend hier gibt es viele große Stauseen

bis zum Royal Natal NP. Dort stehen wir fast alleine auf dem Campground.

Stellplatz am Fuß dieses Berges

Nachdem wir uns eingerichtet haben, laufen wir 1h zu den schönen „Cascades“.

Bergbach mit „Kaskaden“

Mittlerweile sind Karin und Oliver aus Starnberg mit ihren riesigen 6×6 MAN Overlander eingetroffen – wir palavern natürlich ein wenig.

19. August 2019

Bevor wir den Park verlassen, fahren wir die einzige Stichstraße in den Park  hinein, um noch ein paar morgentliche Bilder zu schiessen.

Natal Royal Bergkuppen

Dann zieht es SUMO zu seinem nächsten Ziel, dem „Drakensberg National Park North“. Auf dem Weg dorthin, hat Elke wieder sehr kleine Straßen ausgesucht, die uns durch viele  Dörfer führen. Man bekommt so einiges vom lokalen Dorfkolorit mit. Besonders die Frauen zeigen Mut zu heftigen Farbkombinationen in ihrer Kleidung.

Cathedral Peaks Panorama (Click!)

Kurz vor dem von uns anvisierten Campground („Dragon Peak Restcamp“, kurz vor der Zentralen Sektion des „Drakensberge NP“) entdecken wir eine Bakery, wo wir einen leckeren Mittagssnack zu uns nehmen und Chiabatta-Brot kaufen – immer noch bessser als der gummiartige Toast-Mist, den es sonst nur zu kaufen gibt.

See und Mountain Range der Drakensberge am Campground

Elke fotografiert Pfauen, Gänse und Papageien.

Gegenseitige Fütterung

Ein Pub mit Restaurant rettet den Abend, das Essen ist sehr gut.

20. August 2019

Heute geht es nach Lesotho. Elke navigiert SUMO über kleine Gravel und Dirt-Roads durch die Drakensberge.

Drakensberge – along the road

Wir kommen auch durch Wälder, aber aller Wald, den wir sehen ist privat angelegter Nutzwald für die Papierindustrie oder den Palettenbau. Die Stämme erreichen nur geringe Durchmesser, dann werden sie schon geerntet.

Sehr schöne Gegend

Endlich erreichen wir den Abzweig zum Sani-Pass. Der Anfang ist sehr ernüchternd: Südafrika arbeitet seit 4 Jahren daran die Passstraße zu asphaltieren.

Auf dem Pad zum Sani-Pass

Den Allrad brauchen wir aber trotzdem gleich, weil der Weg durch die Construction sehr rauh ist. Weiter bergauf hört dann glücklicherweise die Baustelle auf (SA braucht mindestens noch 4 Jahre), der Rest des Anstiegs ist noch original „4×4 only“. Vorher erreichen wir den SA-Grenzübergang (Stempel im Pass), ab hier wird es für SUMO interessant. In unzähligen Serpentinen kämpft sich SUMO steil bergauf über Felsen, Steine und tiefe Löcher, stellenweise im 1. Gang.

Sieht auf dem Foto einfach aus…

Artgerechte Haltung von SUMO, auch den Fahrer freut es. Die Beifahrerin stösst komischerweise immer wieder guturale Töne aus und verkrampft sich auf ihrem Sitz. Ob das an dem tiefen Abgrund auf ihrer Seite liegt?
Die Ausblicke sind „breathtaking“, das einzige was stört ist der Smog – hervorgerufen durch das Verbrennen der Grasfelder in den tieferen Lagen. Auf 2850 m erreichen wir die Passhöhe. Weitere Stempel im Pass am Lesotho Grenzübergang,

Ein kleines Land, umgeben von Südafrika

ein paar Rand Road Toll und wir sind drin in Lesotho. Für heute reicht es und wir gönnen uns ein Chalet (inklusive Dinner und Frühstück) in der Sani-Pass Lodge mit dem höchstgelegenen Pub von Afrika. Normalerweise liegt hier um diese Jahreszeit noch Schnee, wir sehen nur ein paar Eisreste an Gebirgsbächen. Aber frisch ist es hier!

Das muss natürlich begossen werden- hier gibt es Glühwein und Grog

Hier oben fällt die Temperatur nachts unter Null – da ist unser Zimmer mit Bullerofen und Bettvorwärmung doch angenehmer, als im eisigen Camper.

Weiter geht es in Lesotho am 21.08.2019

24. August 2109

Arbeitstag für Elke – nicht nur fotografieren, sondern auch noch schreiben:

Shark Cage Diving – etwas, das ich eigentlich nie machen wollte. Aber … der Anbieter ist neben dem Campingplatz, hatte gestern noch einen Platz frei für heute früh und es gibt keine Weißen Haie. Also schiebe ich meine Bedenken beiseite und starte um ca. 6.30 Uhr mit einer kleinen Gruppe ins Abenteuer. Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: das Boot (ein Zodiak) muss gemeinsam ins Wasser geschoben und in die richtige Richtung gedreht werden. Alles einsteigen. Wir hüpfen über die Brandung und dann wird es ruhiger. Als erstes kreuzt eine Schule Delfine (Bottlenose Dolphins) unseren Weg. Dann kommen Fliegende Fische und Buckelwale. Etwa 5 Kilometer vor der Küste wird mit einer Flosse auf das Wasser geschlagen und der Motor heult immer wieder auf, um die neugierigen Haie anzulocken. Und tatsächlich schauen ein paar Schwarzspitzenhochseehaie nach, was hier los ist. Also wird der Käfig ins Wasser gelassen, wir steigen von oben ein und stehen bis zu den Schultern im Wasser. Tief Luft holen, in die Knie gehen und sehen, was die Haie so treiben – einfacher gesagt, als getan, denn mit dickem Neoprenanzug ohne Blei ist das nicht so leicht. Jeder entwickelt so seine Technik und wir beobachten die Haie ca. eine halbe Stunde. Damit sie bleiben, gibt es immer mal wieder ein Stückchen Fisch. Zwischen den Haien schwimmt John, der Veranstalter und macht Fotos und ein Filmchen. Beides bekommen wir auf CD als Andenken. Fazit: ganz nett und ich war endlich mal wieder im Wasser – auch wenn mir Tauchen mit den Haien ausserhalb des Käfigs lieber gewesen wäre.

Hi, du Hai!

Zurück auf dem Campingplatz wird ordentlich gefrühstückt. Das habe ich mir heute verdient. Ein Strandspaziergang und die Beobachtung der vorbeiziehenden Buckelwale runden den ‚Tag am Meer‘ ab.

Wilde Wellen

25. August 2019

Sonntag, Faulenzertag. Schon am Morgen kündigt sich ein warmer, sonniger Tag an, der mit einem schönen Sonnenaufgang beginnt.

Sunrise with birds

Wir frühstücken direkt am Strand und beschäftigen uns mit:

Dekadenter geht es fast nicht…

Meer beobachten (Wale und Orcas), schwimmen und am Strand entlang spazieren. Zwischendurch Gambas essen im Restaurant der Lodge und immer mal wieder neugierigen Camp-Nachbarn SUMO erklären, sowie unsere weiteren Reisepläne erläutern. Dabei bekommen wir einige gute Tipps.
Ein Engländer (Simon) mit seiner  türkischen Frau (Burcu) will alles genau wissen. Wir nennen die übliche Gebühr dafür: „One Beer“. Er nimmt das tatsächlich ernst und lädt uns später am Nachmittag zu seinem Zelt ein. Wir kommen gerne und nehmen für seine beiden Kinder zwei kleine Beutel mit Smarties mit. Dieser ehrenwerte englische Gentleman zahlt seine „Schulden“ mit Zins und Zinseszins: ein Sixpack Bier für mich und eine Flasche Rosé für Elke. Wir palavern fast 1,5 Stunden und werden prompt eingeladen, sie in St. Francis Bay zu besuchen – das werden wir doch glatt machen!

26. August 2019

Heute gibt es nicht viel zu berichten. Elke will tauchen und die nächsten Tauchbasen liegen gerade mal 6 km nördlich von Park Rynie. Wir fahren die erste Basis an („Crystal Divers“), aber es ist keiner da – in 5 Stunden kommen sie vom Tauchen zurück. Mehr Glück haben wir bei „Scuba Xcursion Diving“: Elke kann für morgen einen Tauchtag (2 dives) buchen. Abends gönnen wir uns lecker Sushiu im „John Dory’s“ direkt neben dem  „Scottburgh Caravan Park“, wo wir stehen.

27. August 2019

Tauchtag für Elke: Es geht mit dem Zodiak vom Strand aus zunächst zu einem Wrack. Leider liegt die Sichtweite nur bei etwa 5 Metern. Man sieht also vom Wrack nicht allzu viel, aber trotzdem gibt es einiges zu entdecken.

See-Anemone

Nach Pause am Strand mit Flaschenwechsel geht es mit nur noch der Hälfte der Taucher zu einem Rifftauchplatz.

Octopus

Leider ist auch hier die Sicht nicht besser und die Strömung (Dünung) zerrt ganz ordentlich. Aber dann werden wir, bereits wieder im Boot, mit der Sichtung eines Schwarzspitzenhochseehais ganz nah bei uns belohnt. … und wir fahren noch zu den vorbeiziehenden Buckelwalen. Sie springen für uns!

Airborne Humpback Whale

Es sind viele, die immer wieder ‚winken‘, springen, abtauchen … Ein tolles Erlebnis. Stefan beobachtet alles mit dem Feldstecher vom Campingplatz aus.

28. August 2019

Heute Morgen ist der Himmel bedeckt und es ist Regen angesagt. Wir verlassen Scottsburgh und fahren parallel zur Küste weiter nach Südwesten. Wir kommen durch einige, sehr touristische Orte, wie Shelley Beach und Margate. Hier muss in der Hauptsaison der Bär los sein. Im Moment ist aber fast nichts los. Leider gilt dies auch für den Campground „TO Strand“: off season sind Shop und Restaurant geschlossen. Wenigstens das Meer hat offen

Offenes Meer mit Dauerwelle

und wir machen einen Strandspaziergang.

Ivy Beach

Vor Regenbeginn könne wir noch draußen snacken, um 14 Uhr fängt dann der Regen an und wir verziehen uns in den Camper. Erstmalig auf dieser Reise kommt unser Fernseher zum Einsatz, ein Filmchen vertreibt die Zeit.

29. August 2019

Am Morgen ist die Regenzeit vorbei und wir können einigermaßen trocken unser Lager abschlagen. In Port Edwards kaufen wir ein paar Vorräte nach und fahren dann zur Caltex Tanke. Wie üblich die Frage: „Do you accept a foreign Visa credit card?“. Der Manager ist skeptisch, ich schlage vor, 100 Rand abzubuchen, um zu sehen, ob es klappt. Es klappt und wir tanken für über 2000 ZAR. Als Elke dann versucht zu zahlen, weigert sich das CC-Gerät. Auch meine CC wird nicht akzeptiert. Anscheinend hat die Tankstellenbesitzer größere Summen mit ausländischen Karten gesperrt. Also Camper aufmachen und Cash holen. Ist uns bei Shell noch nie passiert. Immer wieder ein paar neue Erfahrungen…
Vollgetankt geht es nun ins Landesinnere, da es ab hier keine Küstenstraße mehr gibt. Wir fahren nun in das Gebiet der „Wild Coast“ ein. Hier gibt es nur kleine Dirt Roads, als Stichstraßen zur Küste. Zunächst muß SUMO sich jedoch bis auf 1100 m hoch quälen. Die Gegend ist sehr zersiedelt.

Viele Hügel mit Siedlungen

Auf dem Kamm hängen die Wolken sehr dicht und wir kriechen durch dichten Nebel.

Die Sicht wird immer schlechter…

Irgendwann geht es wieder abwärts, der Nebel weicht und ab Lusikisiki nehmen wir eine kleine Dirt Road zur Küste nach Mbotyi. Es geht zuerst durch Teeplantagen

Teefelder

und subtropischen Küstenwald, bis wir das Meer erreichen.

Wild Coast: Mbotyi Küste

Bei einem kleinen Familienbetrieb („Pumlas Place“) mit ein paar Zimmern, einer Stellfläche für SUMO und einem tollen Ausblick machen wir Schluß für heute. Die Familienmatrone spricht gutes Englisch und verspricht, für mich nach Austern zu fragen. Spät am Abend – schon nicht mehr erwartet – kommt sie mit einem ganzen Eimer voll an (70 ZAR). Der Fischer musste auf die Ebbe warten. Ich wollte eigentlich nur ein Dutzend, bekam aber mehr als das Doppelte. Die Austern sind hier aus der Natur, nicht gezüchtet, teilweise etwas kleiner, aber trotzdem super lecker! Ich schaffe den halben Eimer, der Rest wartet im Kühlschrank auf mich für morgen. Ich spüre schon die Wirkung…

30. August 2019

Die heutige Fahrleistung hält sich in Grenzen, bis Port St. John bringt uns SUMO, wo wir direkt Kurs auf einen der besten Aussichtspunkt über die Wild Coast nehmen. Auf kleinen Wegen geht es bis auf den Gipfel des „Mt. Thesiger“. Hier oben befindet sich ein aufgelassener Airstrip, an dessen Ende die Klippen steil zum „Mzimvubu River“ abfallen. Der Blick von hier ist grandios – trotz Bewölkung.

Blick vom Berg zum Meer

Eigentlich wollten wir am „Second Beach“ auf einen Campground fahren, doch dieser ist vergammelt und herunter gekommen, so dass wir direkt umdrehen und uns auf dem ordentlichen Campground „The Pont“ am Fluss abstellen.

Blick über den Fluß zum Meer

Direkt daneben gibt es eine Lodge mit Restaurant, aber nicht für uns – nur für Hotelgäste. Also gibt es Linsensuppe mit Fleischeinlage aus der Dose. Kurz nach dem Abendessen fängt es an zu regnen und wir verziehen uns in den Camper.

31. August 2019

Heute ist Fahrtag. 500 km wollen wir heute schaffen. Die Fahrt führt durch die Transkei, ein Bantu-Siedlungsgebiet.

Typische Ortschaft

Ehemals war sie „Homeland“ oder „Bantustan“ und sogar „unabhängiger Staat“ während der Apartheit. Die Gegend ist auch auch hier stark zersiedelt und 99,9% schwarz. Auf unserer Tour durch unzählige Orte bekommen wir viel Lokalkolorit mit.

Hier gibt es günstige Hühner!

Am Wochenende boxt in den Innenstädten der Pabst…

In der Nähe von Queenstown finden wir auf dem Gelände der „Roydon Lodge“ einen schönen Platz zum Übernachten.

01. September 2019

Die Nacht war wieder mal kalt, aber sobald die Sonne oben ist, wird es schnell erträglich. Nach Tankstopp in Queenstown ist unser heutiges Ziel der „Mountain Zebra National Park“. Nach Verlassen der Transkei ist die Gegend deutlich geringer besiedelt, hier gibt es wieder riesige Rinderfarmen. Die Hügel wandeln sich zu pitoresken Bergen. Gegen Mittag erreichen wir den Park, belegen eine Campsite auf dem Restcamp, essen eine Kleinigkeit und machen uns dann auf zu einem Game Drive. Der führt uns von 1200m auf 1600m Höhe durch eine wunderschöne Landschaft.

Berg-Panorama (click!)

Wir sehen viele uns noch unbekannte Antilopen, Schakale, Büffel, Berg-Gnus – und natürlich Zebras!

Blessbock

Kuhantilope

Eland

Weißschwanz-Gnu

Mountain Zebras! (etwa das 789. Zebra-Foto.)

Nach 3,5 Stunden Game Drive sind wir wieder zurück im Restcamp. Am Abend gönnen wir uns ein Essen im Park-Restaurant.

02. September 2019

Nach morgentlichem Aufbruch vom Restcamp fahren wir noch die restlichen Tracks der möglichen Game Drives. Natürlich treffen wir -u.a.- wieder auf…Zebras.

Etwa Foto #814 von Zebras…

Wir verlassen den Park und auf der N10 geht es zügig nach Süden. Die Gegend ist sehr dünn besiedelt. Über den „Elefantenkopf-Pass“ erreichen wir die tiefer liegende Ebene und den „Addo Elefant National Park“. Wir können eine Übernachtung auf dem Campground des „Addo Restcamps“ buchen und ein Cottage für morgen im „Matiholweni Camp“ im Süden des Parks. 
Am Abend besuchen wir noch den Beobachtungs-Unterstand am hiesigen Wasserloch und können eine Tüpfel-Hyänen Familie beobachten.

Hyäne mit „Alien-Augen“

03. September 2019

1. Game Drive im „Addo Elefant Park“. Statt Elefanten sehen wir als erstes Highlight gleich Mr. und Mrs. Lion!

The King auf dem Weg zu seinem Siesta-Baum

Und sie muss sich um das Essen kümmern…

Danach entdecken wir noch viele andere Bewohner des „Königreichs“.

Schakal mit Früstück

Tief fliegende Warzenschweine

Elefantöse Schlammorgie im Wasserloch

NEIN! Nicht schon wieder! Die Viecher sind fast so hartnäckig wie Sonnenuntergänge…

Nach diesem erfolgreichen Drive beschließen wir den Tag in einem gemütlichen Cottage im „Matiholweni Camp“.

Schönes Cottage im Park.

04. September 2019

Heute werden die noch fehlenden Tracks im Süden des Parks abgefahren. Und das Glück ist uns wieder hold: 2 männliche Löwen pennen am Wegesrand.

Wer wagt es uns zu stören? Egal, ich bin noch satt…

Kann ich jetzt in Ruhe weiter pennen?

Elefanten gibt es natürlich auch zu sehen und heute mal wieder Büffel.

Kapitaler Büffelbulle am Wasserloch

Erosionsstrukturen

Game-gesättigt verlassen wir den Park, fahren um Port Elisabeth herum, kaufen in Uitenhage ein und fahren durch Nebel und Regen bis nach Jeffrey Bay, wo wir uns auf einem Caravan Park direkt am Meer abstellen.

05. September 2019

Bei immer noch trüben Regenwetter ziehen wir weiter und fahren „Cape St. Francis“ an. Hier wohnen Simon und Burcu, die wir auf dem Campground „Rocky Bay“ an der Southcoast kennen gelernt haben. Leider haben wir keine Kontaktadresse oder Telefonnummer. Zunächst schauen wir uns den Leuchturm an

Lighthouse

und die Felsen voller Kormorane.

Hunderte Kormorane sitzen auf den Felsen am Meer

Ich quatsche ein paar Frauen an, die um den Leuchturm spazieren und frage sie nach Simon und Burcu. Ich werde schnell fündig, ein Coffee House in der Nähe soll ein guter Kontakt sein, um sie zu finden. Eine zweite Familie erzählt uns dann, dass sie soeben dort waren und eine Frau mit komischem Akzent dort gesehen haben. Also nichts wie hin. Als wir ankommen sehen wir schon den VW Tourag von Simon. Derselbe ist völlig perplex als wir vor dem Café parken. Er ruft gleich seine Frau Burcu an, die kurz danach auch auftaucht. Die Wiedersehenfreude ist groß. Simon hatte es leider verschlampt uns seine Email-Adresse zu schicken, aber wir haben sie auch so gefunden. Wir trinken zusammen Kaffee und versprechen bei unserer Rücktour nach Port Elisabeth bei ihnen zuhause vorbei zu schauen.
Wir fahren nun weiter zum SAN Park „Storms River Mouth“, wo wir für zwei Nächte eine Campsite reserviert haben. Der Stellplatz ist direkt am Meer mit tollem Blick auf die Felsen und brechenden Wellen.

Schäumende Gischt

06. September 2019

Heute laufen wir zur Hängebrücke über den „Stormy River Mouth“. Es geht viele Stufen hoch und runter, aber der Weg lohnt sich.

Mündungsbucht mit Blick auf die Hängebrücke

Girl on the bridge

In den Canyon kann man rein paddeln

Nach der Wanderung gönnen wir uns ein Mittagessen im „Cattle Baron Restaurant“ des Parks. Zurück bei SUMO geniessen wir den Rest des schönen Sonnentags.

Endlich mal wieder ein Sonnenuntergang…

07. September 2019

SUMO fahrt weiter entlang der „Garden Route“ nach Westen. Ein erster Abstecher von der N2 führt uns nach Natural Valley. Suech dichte Wälder geht es abwärts zum Meer.

Beschaulicher kleiner See

Am Meer ist wenig los, ein paar Surfer uns Spaziergänger und ein endloser Sandstrand.

Lagune vor dem Strand

Wieder zurück auf der N2 kommen wir durch Plettenberg (reiner Touristenort – schnell wieder raus!) und dann nach Knysna. Dort erklimmt SUMO einen Berg und beschert uns mit einer schönen Aussicht.

Blick auf die Lagune von Knysna

 

 

 

Ein paar Buchten weiter liegt Buffelsbaai, wo wir einen wunderschönen Campingplatz direkt am Meer beziehen.

Hier bleiben wir zwei Nächte.

08. September 2019

Der Tag fängt schon gut an…

Dumm rum hängen, schwimmen im Meer (20°C), Pizza essen, bei 35°C im Schatten Ebooks lesen und den Surfern auf den Wellen zuschauen.

Manche sind ganz gut…

09. September 2019

Weiter westwärts geht es, doch nicht zu weit: In Mossels Bay machen wir früh Schluss. Der Campground am Point hat genügend freie Plätze und der Ort bietet einen Leuchturm

Leuchtturm bei Tag…

…und bei Nacht

schöne Klippen

Felsen und Meer

und ein kleines Museum.

Rekonstruktion des Schiffes von Diaz (Entdecker)

Unschlagbar ist das nahe gelegene Restaurant „Kingfisher“: Heute gibt es „Sushi-all-you can eat“ für R 120. Wir hauen rein was nur so geht, das Sushi ist frisch und sehr lecker. So günstig werden wir das nie mehr bekommen!

10. September 2019

Elke will wieder in den Untergrund. SUMO muss dafür über die Berge

Durch die Küstenberge…

bis zu den „Cango Caves“, der schönsten Höhle von Südafrika fahren. Es gibt sehr beeindruckende Tropfsteinformationen zu sehen.

Down in the dungeon…

Nach einer Stunde sehen wir wieder das Tageslicht und wenden uns dem Meer zu.

…und wieder zurück.

Bei Sedgefield stellen wir uns auf dem „Lake Pleasant Resort“ ab, wo wir zwei andere deutsche Overlander aus Darmstadt treffen.

11. September 2019

Nachts hat es geregnet und morgens ist alles grau. Wir kaufen in Knysna ein, tanken und wenden wir uns wieder den Bergen zu. Wir wollen eine offroad Tour durch die  Baaviankluft angehen. Zunächst fahren wir auf einer verwunschen Dirt Road durch die Küstenwälder immer bergauf, dann schlängelt sich der Weg auf Bergkämmen entlang.

SUMO in den Küstenbergen (Price Albert Pass)

Kurzzeitig werden wir durch Holzfäller gestoppt, die einen  Baum über die Straße gelegt haben.

Zwangsstopp

Durch Ranchland geht es weiter bis wir die „Baaviankloof Nature Reserve“ erreichen. Der schmale Weg führt durch einen wunderschönen Canyon, in dem wir zwei große Schildröten entdecken.

„Was willst du von mir?“

Nach vielen Stunden Fahrt machen wir auf der netten „Uitspan Guest Farm“ Schluss und genießen den Rest des Tages.

Campsite in den Bergen

12. September 2019

Offroad Tag!
Früh verlassen wir unseren Übernachtungsplatz und fahren auf manchmal etwas rustikalen Dirt Roads bis zum Gate der „Baavian Kloof NR“. Ab hier wird es nun für SUMO interessant: Wasserduchfahrten, Schlammlöcher, Felsbrocken, Auswaschungen, steile, enge Pässe, aber auch zu tief hängende Äste (unser Hochentaster kam zum Einsatz).

Öfter darf SUMO baden gehen…

Enger Track

Tolle Berglandschaft

Passstraße

Sechs Stunden Fahrzeit auf einem manchmal anspruchsvollen Track fordern volle Konzentration. Manchmal muss wegen Gegenverkehr rangiert werden. Nach Verlassen des Parks stellen wir uns in der Nähe von Patensie auf dem kleinen Campareal einer Zitrusfrüchte-Farm ab.

13. September 2019

Heute besuchen wir wieder unsere Freunde in Cape St.Francis. Schon um 11 Uhr sind wir dort, trinken einen Kaffee im Ortstreffpunkt, bis Simon kommt und SUMO zu seinem Haus führt. Wir können ihn auf seinem  Grundstück abstellen und bekommen ein Gästezimmer zum Übernachten. Burcu kocht für alle türkische Lammkeulen am Abend, wir palavern viel und geniessen das Zusammensein mit den beiden und ihren Kindern D. und A.

14. September 2019

Nach einem türkischen Frühstück fahren wir zusammen mit der ganzen Familie nach St. Francis Bay. „Klein Venedig“ vom East Cape auch genannt, wegen seiner Kanäle.

Kanal mit Bilderrahmen

Viele Surfer treiben sich auf den teils beachtlichen Wellen am Strand herum.

Surfin‘ SA

Ein Besuch in der einzigen Brauerei von St. Francis darf natürlich auch nicht ausgelassen werden…

Hier gibt es leckeres Craft Beer

Am Abend verwöhnt uns dann  das beste Fischrestaurant der Stadt.

15. September 2019

Auch der schönste Gastbesuch sollte nicht zu lange dauern, also nehmen wir heute Abschied von den Burcu, Simon und den beiden Kindern und fahren bis nach Port Elizabeth. Auf dem Campground „Pine Lodge“ stellen wir SUMO ab. Von hier aus werden wir die Verschiffung organisieren und SUMO seefertig machen. Einen Swimmingpool, ein Café ein gutes Restaurant mit Bar gibt es hier und natürlich das Meer.

Hier kann man Strandgut finden

16. September 2016

Heute nehmen wir Kontakt mit dem Hafenagenten auf, es ist einiges zu klären. Wir versuchen einen Mietwagen für die Zeit nach der Abgabe von SUMO zu buchen. Den Rest des Tages verbringen wir entspannt, snacken im Restaurant und geniessen die Sonne und das Meer.

Leuchturm von Cape Recife

17. September 2019

Rumhängen, am Strand spazieren, Muscheln sammeln, wir versuchen weiter ein Mietauto über das Internet anzumieten (bisher fehlgeschlagen, aus diversen Gründen). Die Speisekarte im Restaurant haben wir bald durch…

18. September 2019

Heute muss SUMO gewaschen werden, nur sauber darf er auf das Schiff. Die Suche nach einer Waschmöglichkeit gestaltet sich etwas aufwendig, aber wir werden letztendlich fündig. SUMO wird aufwendig geputzt.

Mit Schaum und Handarbeit wird SUMO wieder pieksauber…

Dann besorgen wir uns noch genügend Cash für die Hafengebühren. Endlich schaffen wir es ein Auto anzumieten.

19. September 2019

Umpacken. Das Fahrerhaus wird leer geräumt und vom Staub vieler tausender km gereinigt. Wir packen unsere Reisetaschen, denn morgen werden wir SUMO abgeben. Nach dem ganzen Gerödel ist auch mal eine Pause angesagt.

Die Ruhe vor dem Sturm..

Am Nachmittag wird der Wind so stark, dass man vom Flugsand paniert wird. Also schnell noch mal duschen und dann im Camper abwettern.

20. September 2019

Austehen um 6 Uhr, Frühstück, letzte Packaktionen und SUMO-Vorbereitungen und um kurz nach 8 Uhr sind wir bei BLSPORTCO SA, unserem Agenten für die Verschiffung. Natascha hat schon alles vorbereitet und organisiert, wir bezahlen die Gebühren, kurz danach kommt der Zoll, um die Fahrgestellnmmer mit jener auf den Carnets zu überpüfen, sonst nichts. Nach 5 Minuten ist alles erledigt und wir fahren SUMO ein gutes Stück zu einem Aussenbezirk von Port Eliazbeth, wo er bis Montag in einer sicheren Halle abgestellt wird. Dann bringt uns Natascha mit ihrem Auto zum Flughafen (nur 500m von BLSPORTCO entfernt), wo wir unseren Mietwagen, einen Toyota „Avanza“ abholen. Wir verbringen die Zeit, bis wir unser abgestempeltes Carnet vom Zoll zurück bekommen, am Strand von „Summmerstrand“.

Blick von dem „Shark Point“ Jetty in Summerstrand

Um 14 Uhr bekommen wir das Carnet zurück und beziehen dann unser Zimmer im „Avocet B&B“. Abendessen gehen wir in einer nahegelegen sehr guten Pizzeria.

21. September 2019

Fahrtrag, 750 km bis nach Cape L’Agulhas. Ein kurzer Abstecher führt uns zurück nach Cape St. Francis, um bei Simon & Burcu eine vergessene Powerbank abzuholen. Unterwegs stoppen wir an der „Storms River Bridge“.

Storms River Canyon

Kurz vor 17 Uhr erreichen wir das „Coast B&B“ in Cape L’Agulhas, wo wir spontan eine weitere Übernachtung buchen. Das B&B ist genial gelegen, fast neben dem Leuchturm, direkt am Meer, mit Seewasserpool vor der Terrasse und wunderschönen Zimmern. In Laufweite gibt es mehrere Restaurants. Das Wetter ist regnerisch, also machen wir es uns nach dem Abendessen mit einem Video vor dem TV gemütlich.

22. September 2019

Nach dem Frühstück wandern wir um den „Spit“ herum,

Wilde Wellen am „Spit“

besichtigen den Leuchturm

Light House

und fahren dann zum südlichsten Punkt von Afrika, also quasi dem Südkap. Vor 14 Monaten waren wir noch am Nordkap in Norwegen.

Am Südkap

Ein paar km weiter liegt malerisch ein Wrack im Flachwasser.

Wrackteil der 1982 auf Grund gelaufenen Meisho Maru, einem japanischen Thunfisch Trawler

In Struisbaai schauen wir uns den Hafen an und delektieren uns an Seafood.

Fischerboote im Hafen

Gemütlich geht es zurück zu unserem Apartment zum Blog schreiben und Relaxen. Am Abend gibt es wieder Meeresfrüchte.

23. September 2019

Nur eine kurze Strecke Fahrt  ist es bis nach Kleinbaai. Doet haben wir ein B&B im „White Shark Guest House“ gebucht.

Kleinbaai

Und wie der Name schon sagt: Dieser Ort ist der Schwerpunkt für Käfigtauchen mit (weißen) Haien. Wir erkundigen uns und  können noch zwei letzte Plätze auf dem 14 Uhr Boot von „White Shark Ventures“ bekommen.

Unser Boot

Mit Fischresten werden die Haie angelockt und mit einer Boje, an der Fischköpfe befestigt sind, zum Käfig gelockt. Elke ist im Käfig, ich fotografiere von oben (ein weiterer Versuch an ihre Lebensversicherung zu kommen…) 😉

Copper Shark

Leider lässt sich nur ein weißer Hai blicken, dafür aber viele Kupferhaie.

Hai auf dem Weg zum Käfig

Praktisch: Das Fischrestaurant für das Abendessen liegt direkt gegenüber von unserer Pension.

24. September 2019

Bevor wir Kleinbaai verlassen, schauen wir noch in einer Penguin & Seabird Sanctury vorbei, wo sie verletzte Tiere wieder aufpäppeln. Weiter geht es bis Hermanus, home of the „Whale Festival“, das hier gerade vorbereitet wird.

Hermanus

Ein reiner Touristenort, mit der Besonderheit eines „Whale Crier“: Ein Mann hält Ausschau nach Walen und bläst ein Horn, sobald er einen Wal entdeckt.

Whale Crier

Auf sehr schöner Küstenstraße (Clarence Drive)

Rooiels

Grandiose Küstenstraße

fahren wir weiter bis Gordons Bay.
Dort beziehen wir im „18 on Kloof B&B“ eine sehr schöne Suite mit Meeresblick. Wir entscheiden mal wieder spontan zwei Nächte zu bleiben.

Nachtpanorama von Gordens Bay

25. September 2019

Frackträger sind heute angesagt. Wir fahren die schöne Küstenstraße zurück bis Bettys Bay zur „Stoney Point Penguin Colony“. Wir haben Glück, es ist „Free Entry Week“ und wir können kostenlos die kleinen Vögel im Abendanzug beobachten.

Ich bin elegant, n’est pas?

Gesellschaft wird GROSS geschrieben…

…besonders in der Gruppe

Aber am liebsten sind wir im Meer!

Am Abend laufen wir am Strand entlang zu einem Restaurant, wo wir nach dem Sonnenuntergang

Endlich wieder! Wurde aber auch Zeit…

die Lichter von Kapstadt unter dem Tafelberg sehen können.

Table Mountain von hinten mit einem Teil von Cape Town

26. September 2019

Wir verlassen die schöne Pension von Cindy und ihrem Mann und nehmen Kurs auf die Weinregion um Stellenbosch. Unsere Rundtour führt uns an Stellenbosch vorbei durch die wunderschöne „Bain’s Kloof“.

Aussicht auf die Weinberge

In der Kloof

An einem Stausee vorbei

Threewaterskloof Dam

fahren wir zum schön gelegenen Franschhoek.

Franschhoek von oben

Hier ist es ziemlich touristisch und voll, daher halten wir uns nicht weiter auf und fahren zum Weingut Le Pommier, wo wir zwei Nächte dekadent nächtigen, Wein trinken

Weinprobe vor grandioser Kulisse

und die gute Küche genießen. Ein Pool dient zur Erfrischung.

Man gönnt sich ja sonst nichts…

27. September 2019

Ausruhtag. Pool, Wein, Relaxen.

Meditativer Blick auf die Berge…

28. September 2019

Voll erholt verlassen wir das Weingut und nehmen Kurs auf den „West Coast National Park“ Die Weingärten werden weniger, dafür gibt es endlose Getreidefelder bis wir wieder die Küste erreichen. Im Park entdecken wir endlich wieder ein paar Tiere: Schildkröten,

Panzerechse

Schlangen, Blessböcke

Antilope. Vorn, hinten und unten in weiß.

und sogar ein paar Zebras. Hauptgrund für den Parkbesuch sind jedoch seine Wildblumen. Wir sind schon etwas spät dafür, sehen aber doch noch schöne Blumenwiesen.

Gelbe und pinke Blumen…

In Langebaan beziehen wir bei „Sandra’s Guesthouse“ wieder ein B&B. Nach kurzem Strandspaziergang erreichen wir ein Sushi-Restaurant…

29. September 2019

Nach dem Frühstück veranlasst uns strömender Regen zu einem späten Checkout. Wir fahren dann noch einige km weiter an der Küste gen Norden, bis wir Elandsbaai erreichen. Ein Ort, irgendwie mit „Hippi“-Kultur, aber fast ausgestorben.

Wir haben uns hier alle gaaanz toll lieb…?

Die dräuenden Wolken, die Menscheleere am Samstag und die Hippi-Slogans lassen das Gefühl aufkommen, sich in einem Ort aus in einem Stephen-King Roman zu befinden…

Wo ist der Oberkörper dieser Person???!!

Schnell machen wir, dass wir weiter kommen.
Wir wollen noch durch die Cederberg Wilderness fahren. Leider macht uns das Wetter einen Strich durch die Rechnung: Starkregen und tiefhängende Wolken, sowie unbefestigte Straßen durch die Berge machen es heute nicht ratsam mit unserem Auto ohne Allrad die Bergtour zu versuchen. Also fahren wir brav am Unwetter auf Asphalt vorbei und erreichen am frühen Nachmittag Tulbagh, ein historisches Künstler-Örtchen.

Schöne alte Häuser

Dort checken wir im „Guesthouse De Oudeherberg“ ein. Abendessen im „Readers“ Restaurant direkt neben unser Pension.

30. September 2019

Heute geht es in Richtung Kapstadt. Nach etwa zwei Stunden erreichen wir die Stadt am Tafelberg und steuern den „National Botanical Garden Kirstenbosch“ an. Frau will noch mal Frühlingsblumen fotogafieren.

Gelbe Blumen…

…rote Blumen…

…und bunte Blumen vor den Bergen.

Nach so viel Blumen und Kraut und natürlich Fotos braucht Elke ein 2-Gänge Menu. Ich bekomme nur eine Kleinigkeit – kein Problem, bei meinem Bioprengehalt kann ich locker 6 Monate ohne feste Nahrung auskommen. Sodann machen wir uns auf zu unserem Apartment in Simon’s Town, das wir für 6 Nächte gebucht haben.
Die Unterkunft ist einfach traumhaft mit einem 180° Blick auf die Küste und die „False Bay“.

01. Oktober 2019

Auch das Frühstück ist formidable, der Infinity Pool auf der Aussischtsterrasse lockt zum baden. Aber heute morgen wollen wir nach Kapstadt zum Table Mountain, das Wetter ist ideal. Der wunderschöne „Chapman’s Peak Drive“

Noordhoek Beach

führt uns um die Halbinsel herum

Grandiose Aussicht auf Hout Bay

zum Tafelberg.
Dort ist allerdings die Hölle los, schon 2 km vor der Seilbahn-Talstation ist alles vollgeparkt, die Leute laufen alle schon hoch. Wir fahren weiter und sehen das wahre Grauen: in extrem langen Schlangen stehen die Leute an, um mit der 2-Gondel-Seilbahn auf den Tafelberg zu kommen. Wartezeit geschätzte 3-4 Stunden. Nein, das tun wir uns nicht an und drehen sofort wieder um. Am Abzweig zur Tafelbergstraße geht es auch zum „Signal Hill“. Dort oben bekommen wir problemlos und  kostenlos einen Parkplatz und eine tolle Sicht auf Kapstadt und den Tafelberg geboten.

Kapstadt von oben

Nur wenige Touristen sind hier oben, die sind alle in der Warteschlange an der Seilbahn!

Panorama (Click!)

Nachdem wir uns den Tafelberg abgeschminkt haben, fahren wir runter zur „V&A Waterfront“.

Hafenbereich

Clock Tower

Schwenkbrücke

Nun wird es langsam Zeit zurück zu fahren, natürlich genau zur Rush-hour, was uns den ersten Stau in Afrika beschert. Abendessen im “ Saveur“ in Simon’s Town.

Abendstimmung im kleinen Hafen von Simon’s Town

02. Oktober 2019

Heute geht es nochmals in die Stadt. Zunächst schauen wir uns „Castle of Good Hope“ an, eine alte Zitadelle,

Zitadelle mit Burggraben

dann schlendern wir durch die Straßen der Innenstadt.

Rathaus

Ein netter, schwarzer Polizist warnt Elke, ihre Gold-Halskette abzunehmen, da sie in den schmalen Gassen der vielen Verkaufsstände hier sonst schnell einen neuen Besitzer finden könnte – guter Tipp!

Viktorianische Bauten in der Long Street

Na gut , ein kleines Andenken muss auch noch her…

Auf dem Rückweg schauen wir in Simon’s Town noch bei den hier ansässigen Pelikanen …, ääh natürlich Pinguinen vorbei.

Wie heißen die noch…?

Ist noch was?

Nee, für heute ist Schluß.

03. Oktober 2019

Der „Tafelberg National Park“, Sektion Kap der Guten Hoffnung steht heute auf dem Plan.
Wunderschöne Ausblicke,

Felsen und Meer

steinige Strände

Bunte Flechten auf den Steinen

Sandstrände

Dünen und Sand, im Hintergrund das Kap

Denkmäler

Erinnerungsstele für Vasco da Gama (1497)

und wilde Tiere

Schnell ein Foto, sonst ist sie weg!

sind zu bewundern.
Natürlich muß auch das obligatorische Foto gemacht werden:

Zum Glück sind gerade keine Busse hier, Wartezeit für dieses Foto nur 2 Minuten

Nach einem Mittagessen in Scarborough (heute keine Fair) geht es zurück nach Simon’s Town.

Simon’s Town von oben…

…und unten.

04. Oktober 2019

Ein wenig ereignisreicher Tag. Wir erledigen Blogarbeiten, bezahlen unsere Schiffspassage und fahren dann ums Eck nach Simon’s Town. Der „Boulders Beach“ ist sehr schön und heute am Donnerstag fast völlig unbelebt.

Große Felskiesel und ein wenig Sand

Am Abend wieder Essen im „Saveur“ und ein kleiner Abstecher zu den Pinguinen.

05. Oktober 2019

Der Letzte ganze Tag in Südafrika ist angebrochen. Das das Wetter nicht besser sein könnte, fahren wir noch mal in den Park.

Strauß-Familie am Wegesrand

Am der „Buffels Bay“ kann Elke noch mal ihren heißgeliebten Strandspaziergang machen und im Meerespool baden.

18 Grad Wassertemperatur – wärmer als der Pool von Aqua Terra, unserer Bleibe

Über Nordhoek fahren wir zurück nach Simon’s Town.

Misty Cliffs

Wir vernichten jegliche Vorräte die wir noch haben und fangen langsam an zu packen.

06. Oktober 2019

Abreisetag. Nach einem letzten opulenten Frühstück nehmen wir Abschied von unserer schönen Unterkunft bei  „Aqua Terra“ und steuern den Flughafen an. Wir schaffen es gerade so unseren Toyota Avanza noch fristgerecht abzugeben. Leider ist um 12 Uhr der Condor Schalter noch nicht geöffnet (Flug um 17 Uhr). Wir setzen uns in ein Bar und vertreiben uns die Zeit. Um 14 Uhr können wir einchecken und bekommen Condor-Vouchers für die Business Lounge bei Bidvest Airlines. Wir begeben uns nach Security und Passkontrolle und erleben dann, dass man Condor nach der Thomas Cook Pleite nicht mehr traut: Unsere Voucher werden nicht akzeptiert. Zähneknirschend bezahlen wir für den Lounge Eintritt.
Um 16 Uhr geht es dann zum Gate.

Unser Rückflug

Unser Ärger über die Lounge wird nach dem pünktlichen Abflug aber mehr als kompensiert, als der Pilot uns mitteilt, dass er die Erlaubnis hat im „Tiefflug“ über Kapstadt zu kreisen. Elke sitzt auf der richtigen Seite, um wunderschöne Luftfotos von Kapstadt zu schießen.

Blick auf Nordhoek, den Chapman’s Peak Drive und Hout Bay

…anderer Blickwinkel auf Hout Bay

Kapstadt, Signal Hill, Lions Head und Tafelberg

Der Rest ist Nachtflug, gutes Essen, pünktliche Ankunft in Frankfurt und dann mit dem ICE (natürlich verspätet) nach Siegburg. Dort wartet schon unser Sohn, der uns nach Hause fährt. Nach 5 Monaten sind wieder daheim!

Tracks Südafrika

Tracks SA Nordost

Tracks SA Südost

Tracks SA Süd

Tracks um Kapstadt

 

 

 

 

 

 

Bilder South Africa. 

 

10 Gedanken zu „South Africa

  1. ups, ich hoffe sehr, euer Sumo und natürlich auch ihr habt es bis Pretoria geschafft!
    Ich freue mich auf weitere Berichte!
    Liebe Grüße nach Afrika,
    Eva

  2. Hallo Ihr Großkatzenbezwinger!
    Habe jetzt die letzen 1,5 Monate nachgearbeitet. Wieder so schön zu lesen und Euch zu folgen. Südafrika sind wir nächstes Jahr im April. Allerdings auf der Gardenroute. Aber da kommt Ihr ja bestimmt noch hin. Freue mich schon auf Eure Berichte. 😊 Euch weiterhin eine Mega tolle Zeit und sichere Fahrt! LG

    • Hallo Manuela,

      schön, dass Du dich wieder meldest.
      Wir sind derzeit kurz vor Lesotho, das wir als nächstes Land erkunden werden.
      Die Gardenroute kommt natürlich noch.

      Viele Grüsse aus dem Royal Natal NP.

      Elke & Stefan

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