South Africa

Flagge von Südafrika

19. Juli 2019Vorschau der Änderungen (öffnet in neuem Tab)

Die Grenzformalitäten sind schnell erledigt: Passstempel bei Botswana Immigration und dasselbe in Südafrika, dort haben wir uns eine 3-monatige Aufenthaltsdauer eintragen lassen. Wir nehmen die schlechteste Straße in Richtung Alldays, um am Ufer des Limpopo entlang zu fahren (Teerreste mit tiefen Schlaglöchern. Leider sehen wir von ihm gar nichts, das gesamte Uferland ist Farmland und es gibt keinen Zugang zum Fluß. In Alldays kaufen wir ein paar Vorräte nach und besorgen uns eine Vodacom SIM Karte, um auch in Südafrika online sein zu können (der ganze Aufwand nur für euch Blogleser!). Es geht weiter zum „Mapungubwe National Park“. Am Parkeingang besorgen wir uns die „SAN-Parks (South African National Parks) Wildcard“, die für ein Jahr den Eintritt in alle National Parks ermöglicht. Leider ist der Campground im Park belegt, so fahren wir 7 km weiter zur „Mopani Lodge“, wo wir 10 km vom Lodge-Gebäude, mitten im Busch eine Campsite zugewiesen bekommen. Direkt neben einem riesigen Baobab Baum.

Zwei Giganten…

Es gibt Strom, Wifi (!) und ein blitzsauberes Sanitärgebäude.Wir stehen hier völlig allein. Durch das fast flotte Wifi können wir unsere Campsites im Krüger Park vorbuchen. Ein Wasserloch gibt es hier auch, aber es kommen nur 30 doofe Buschhühner. Antilopen wollten auch kommen, haben uns aber wohl gewittert und durch Schnauben und Prusten ihren Missmut zum Ausdruck gebracht – zum Wasserloch sind sie nie gekommen. Nachts kann man den Baobab beleuchten.

Ein Gigant bei Nacht.

20. Juli 2019

Game Drive Tag! Wir verlassen am frühen Morgen die schöne Campsite und fahren zurück zum Main Gate des „Mapungubwe National Park“. Wir bekommen alle Tracks und Sehenswürdigkeiten von der Reception erklärt und dann darf SUMO endlich in den Park.

Markanter Fels in der Parkmitte

Die Landschaft ist abwechsungsreich und sehr schön.

Panorama (click!): Limpopotal (3-Ländereck: Südafrika, Botswana, Zimbabwe)

Leider ist die Tierdichte nicht besonders hoch, Elefanten laufen uns trotz ihrer Hinterlassenschaften überall im Park nicht über den Weg. Aber verschiedene Antilopenarten,

Bushbuck

Impalas und Paviane

Zebras, Giraffen,

Papa, Mama und Baby Giraffe, hochnäsig wie immer

Paviane und ein Flock Pelikane.

Im Limpopo muss es auch Fische geben… Pelikane

Auch Wasser gibt es hier genug:

Stausee

Nach unserer Runde durch den Park besuchen wir noch das kleine Museum über Ausgrabungen, die ab den 30er Jahren hier im Park durchgeführt wurden. Highlight sind die goldenen Grabbeigaben (um 1250 AD) und das goldene Rhino. Leider war das Fotografieren verboten.

Golden Rhino. Foto: The Guardian

Zum Schluß entdeckt Elke noch farbenprächtige Eidechsen.

Geht’s noch bunter?

Nach einem kleinen Mittagessen im Museums-Restaurant lenken wir SUMO zurück zu seinem Baobab. In den tollen, heißen Duschen (**** Lodge-Standard) waschen wir uns den Staub des Game Drives herunter.

21. Juli 2019

Nachdem wir uns offroad aus der privaten Game Reserve der Lodge wieder zur Straße durchgekämpft haben, nehmen wir Kurs auf Musina. Dort besorgen wir uns bei Vodacom Airtime und weiteres Datenvolumen. Es heißt zwar, dass man mit Kreditkarte auch online nachladen kann, aber das funktioniert wohl nur mit südafrikanischenKarten, keine unserer CC’s funktioniert. Bei ShopRite besorgen wir uns noch ein paar Lebensmittel, damit es auch für den Krüger Park reicht. 50 km weiter südlich machen wir im Tshipise Resort Schluss. Von hier bis zu unserem ersten Camp im Krüger Park, für das wir morgen gebucht haben, ist es nicht mehr weit. Der riesige Campingplatz bietet alles, insbesondere drei Swimmingpools, mit Temperaturen von 46°C, 38°C und 23°C. Die müssen wir natürlich testen. Heiße Quellen machen es möglich. Markt, Restaurant, Minigolf etc. gibt es auch. In der Bar gibt es Wifi und ich komme mit einem Ehepaar, Jorg und Barbara, hier aus der Gegend, ins Gespräch. Sie laden uns ein, auf ihrer „Popallin Ranch“ vorbei zu kommen, um ihre weißen Löwen anzuschauen. Mal schauen, sie liegt morgen auf unserem Weg zum Krüger Park.

22. Juli 2019

Elke ist begeistert und will die weißen Löwen sehen. Wir fahren zur Ranch und treffen die Schwester von Jorg. Er selbst ist irgendwo auf der Farm unterwegs. Sie zeigt uns die wunderschöne Lodge direkt an einen Flussarm und natürlich die weißen Leuen.

White Lion (aus gewissen Gründen hinter einem Zaun…)

Wir erfahren einiges über die Zucht der Tiere und die üblen Verluste vieler Löwen durch Wilderei. Von ursprünglich 16 Tieren leben nur noch 4, gerade letzte Woche wurden wieder zwei Tiere gewildert, ihre Köpfe und Klauen waren ab geschnitten, der Rest blieb liegen. Für echte Löwenzähne und –klauen werden in China Unsummen gezahlt, wie auch für Rhino-Hörner. Nach der netten Führung durch die Lodge mit schönem Campground (sehr zu empfehlen!)  machen wir uns wieder auf den Weg zum Krüger Park.

Parkeingang

Wir erledigen die Parkformalitäten und beginnen unseren ersten Game Drive im Park. Bald biegen von der Hauptstraße ab und es wird interessant: wir sehen Kudus, Wasserbüffel,

Wasserbüffel

Nyalas,

Nyala

Impalas, Buschböcke, Zebras, diverse Affen (auch Gir-…), eine große Horde Elefanten, viele Hippos

Faule, fette, pFerde und lauernde Crocs

und unzählige Krokodile im Fluss.

Karies?

Nach diesem Rundweg, für den wir uns viel Zeit nehmen, steuern wir das „Punda Maria Camp“ an, hier haben wir für drei Nächte gebucht. Der Campingbereich liegt direkt neben einem hochfrequentierten Wasserloch, an dem es vor Elefanten nur so wimmelt.

Heute haben wir ca. 100 Elefanten gesehen!

Am Abend und in der Nacht kommen auch Wasserbüffel und natürlich alle Arten von Antilopen. Am Tage mit den Kameras, in der Nacht mit Nachtsichtgeräten spüren wir den Tieren nach.

23. Juli 2019

Wir wurden schon wieder beraubt! Gestern an einem Picknickplatz waren die Äpfel schneller vom Tisch, als man schauen konnte und heute morgen hat sich ein Dieb durch das offene Fenster der Fahrkabine gezwängt, einen Aufbewahrungshänger durchwühlt und unsere Kekse entwendet! Meerkatzen sind die Übeltäter.
Eine gute Tat wird nach dem Frühstuck von uns erbeten. Der Besitzer eines ISUZU LKW Womo’s sucht 24V Starthilfe, wir sind der einzige, weitere LKW auf dem Platz. Natürlich hilft SUMO gerne und schon läuft der ISUZU wieder.

Schnelle Fremdstart-Hilfe

Dann beginnen wir unseren heutigen Game Drive. Wir fahren alle Loops und Wasserlöcher rund um das Camp ab, aber die Wasserstellen sind (fast) alle trocken und wir sehen nicht soo viele Tiere.

Büffel mit Vogel im Ohr

Zurück am Wasserloch des Camps ist dort schon wieder die Elefantenhölle los. Heute wird ausgiebig gebadet.

Die Elefanten-Kids haben Spass im Schlammbes!

Immer wieder gehen wir zur Beobachtungsplattform, um die diversen Tiere zu sehen. Gegen 21 Uhr schläft Elke auf der Bank fast ein und muss ins Bett. Wieder nix mit Löwen…

24. Juli 2019

Büffeldrama am Wasserloch!!!
Heute wollen wir nicht fahren, sondern hier am Wasserloch die Tiere beobachten. Mittwoch scheint Büffeltag zu sein, es wimmelt nur so von den Buschkühen.

Büffelgetümmel

Aber auch andere Besucher stillen ihren Durst.

Na, na, wer wird denn gleich in die Luft gehen…

Leider sind die Busch-Paarhufer doof. Eine sehr schlammige Stelle zieht 5 ausgewachsene Büffel und ein kleines Kalb an… und prompt versacken sie alle tief im Modder und können sich nicht mehr selbst befreien. Der Ranger wird informiert, meint aber, sie könnten sich vielleicht noch selbst befreien. Ich biete SUMO als Büffel-Bergungsfahrzeug an (Winde), was aber dankend abgelehnt wird, die Ranger werden sich kümmern. Am späten Nachmittag kommt zuerst ein Park-Helikopter, der tief über dem Wasserloch kreist und alle Tiere (inklusive Elefanten) vertreibt. Dann rücken ca. 15 Mann mit Fahrzeugen und Seilen an, um die Tiere zu retten.

Das Kalb ist schnell heraus gezogen…

Die dicken Büffel machen mehr Arbeit…

Mit Seil und Landrover ziehen sie auch die Schwergewichte aus dem Schlamm

Der erste befreite, dicke Büffel zeigt seine Dankbarkeit mit einem Kopfstoß gegen den Landy – eine Beule zeugt von seiner Anerkennung der Rangerleistung. Am späten Abend sind alle Büffel befreit, der Helikopter zieht ab.

25. Juli 2019

Wir lassen Punda Maria hinter uns und steuern Shingwedzi an. Dieses Camp liegt nahe der Grenze zu Mozambique. Wir fahren aber nicht die Hauptstraße, sondern eine Nebenstrecke, am Flussbett des Mphongola entlang. Selbiger ist trocken, aber es gibt noch einige, wenige Wasserstellen im Flusstal. Im Nordteil der Strecke sehen wir nur wenige  Tiere, im Süden wird es dann deutlich besser. Büffel, Zebras, Giraffen, Antilopen (Waterbucks!), Hippos, Crocs und…Löwen!

Hey! könnt ihr nur faul rumhängen? Wie wäre es mit etwas Pose für die Fotografin?

Zwei Löwinnen haben es sich im Schatten eines Baumes mit ihren drei Jungen gemütlich gemacht und verdösen den Tag.

Selbst die Jugend ist von SUMO nicht beeindruckt…

Im nahe gelegenen Wasserloch schwimmen viele Hippos

„Schiebt ab und lasst die Löwen in Ruhe!“

und Krokodile sonnen sich an den Ufern. Wir stehen ganz nahe bei den Großkatzen. Jetzt fehlt uns noch ein Löwen-Pascha. Statt dessen sehen wir Büsche und Bäume, deren Blätter aus Vögeln bestehen.

Das sind keine grauen Blätter, sondern kleine Vögel!

Im Camp beziehen wir eine vorgebuchte Campsite und stärken uns im Restaurant bei einem Snack, Anscheinend ist die Speisekarte in allen Camps die gleiche, zu mindestens in Punda Maria und in Shingwedzi sind sie identisch. Am Abend grillen wir zur Abwechslung mal auf Holzkohle.

26. Juli 2015

Nächster Gamedrive, diesmal entlang des Nkayini Flussbetts. Im Wesentlichen ist es trocken, einige Stellen führen noch etwas Wasser. Früh am Morgen ist wenig los, später wird es etwas besser. Wir stumpfen so langsam ab: Impalas und Kudus sind kaum noch eine Augenbewegung wert, Büffel sind wir überdrüssig, Zebras erfreuen nur noch Elke und Giraffen stehen hier überall rum. Elefanten sind manchmal ein Verkehrshindernis. Ein halbstarker Elefantenbulle wagt es frecher weise uns anzutrompeten, da hat ihm SUMO aber eine gehupt!
Wir suchen verzweifelt Löwen oder Leoparden, haben aber kein Glück, aber es gibt ja auch wunderschöne Vögel…

Hagedash mit Nilgans

Landschaftlich ganz nett sind die „Red Rocks“ und der Aussichtspunkt „Tshange“.  Eine hochgepriesene Beobachtungstelle für Vögel nahe dem Camp ist bei der Trockenheit nur ein Witz, kein Piepmatz in Sicht. Dafür hat Elke heute einige andere Flattermänner auf ihren Chip gebannt.

Schreiseeadler

Nach fünf Stunden Kriechfahrt und Hippobick kurz vor dem Camp

Grunzende, runde Steine mit Madenhackern

sind wir zurück und stürzen uns erst mal in das angenehm warme Wasser des Schwimmbads. Aus dem Pool heraus beobachten wir Elefanten direkt am Zaun um das Camp. Plantschen und gleichzeitig „Game Viewing“ – einmalig. Am Abend streunt ein Honigdachs durch das Camp.

27. Juli 2019

Auf einer Nebenstrecke, die nahe der Grenze zu Mozambique lange an dem Flussbett des Shingwedzi mit vielen Wasserstellen entlang führt, „rasen“ wir mit 10-30 km/h dem Camp Mopani entgegen. Wie üblich am Morgen, ist wenig los an den Wasserstellen. Dazu ist es heute stark bewölkt (was ist das denn??? – seit Namibia, ist heute der erste bewölkte Tag!), die dunklen Wolken sehen übel aus und tatsächlich: sie sondern drei Tropfen Regen ab. Später zeigen sich dann wieder die üblichen Verdächtigen: Büffel, Gnus, Zebras, Antilopen (eine Liechtensteinantilope war neu für uns),

Leier- oder Liechtenstein-Antilope?

Giraffen, Hippos, Crocs, Elefanten. Gähn. Vor lauter Verzweiflung knipst Elke wieder Vögel.

Sattelstorch

Gegen Mittag erreichen wir das Camp Mopani. Hier haben wir für vier Nächte einen Bungalow gemietet – Campsites in der Nähe waren für diesen Zeitraum alle belegt. Aber auch schön, mal wieder aus den 7 qm von SUMO zu entfliehen.
Die Speisekarte im Camp-Restaurant ist tatsächlich wieder dieselbe. Bald haben wir uns durch alle Gerichte gefressen. Gut, dass es in den größeren Camps einen kleinen Shop gibt, wo man seinenVorräte aufstocken kann. Die Auswahl ist nicht groß, aber alles Wesentliche bekommt man. Gewisse Dine sind gewöhnungsbedürftig: Unsere Hütte hat eine kleine Aussenküche mit Mikrowelle und Kühlschrank. Auf dem Eischrank klebt ein Schild, dass man den Kühlschrank bei Abwesenheit und in der Nacht mit der Tür zur Wand drehen soll, da ansonsten ein „Honey Batcher“ ihn ausplündert. Clevere Dachse haben die hier – obwohl unser Honig gar nicht im Kühlschrank steht…

29. Juli 2019

Heute beginnen wir unseren Game Drive spät, erst um 10:30 Uhr darf SUMO wieder auf die Piste. Leider hat auch dieser „Trick“ nicht viel gebracht, wir sehen weniger Tiere als sonst. Ein paar Elefanten, die sehr geschickt die letzten Vorräte eines künstlichen Wasserlochs aus dem Pumpbehälter saufen.

Hier kommen nur Dickhäuter ans Wasser

Zebras, Gnus, Büffel, Impalas, Giraffen Crocs und…Wasserböcke, haufenweise. Heute scheint Waterbuck Day zu sein. Nach vier Stunden haben wir unsere Runde  beendigt. Immerhin haben wir dabei den Wendekreis des Steinbocks überquert.

SUMO am „Tropic of  Capricorn“

Endlich mal wieder ein Sonnenuntergang, diesmal mit Elefant!

Pause bis 19:45 Uhr, dann beginnt unser „Night Game Drive“. Mit starken Seitenlichtern und Handlampen fährt unser Guide zwei Stunden die Hauptstraße rauf und runter. Wir sehen einige kleine, nachtaktive Tiere und ein grasendes Hippo. Highlight sind zwei Zibetkatzen,

Zibetkatze

eine Ginsterkatze (gehören beide zu der Familie der Mungos), Mangusten,

Manguste

Strauch- und Springhasen und einen Streifenschakal. Keine Leoparden. Privatfahrten in der Nacht sind verboten, Jedes Fahrzeug muss um 17:30 Uhr im Camp sein.
Ein paar Worte zu den Straßen und Tracks im Park: Die Hauptdurchgangsstraßen sind asphaltiert (50 km/h), der Rest i.a. guter Gravel (40 km/h) oder  Sand/Dirt (30/km/h). Meist fährt man langsamer als das Limit. Mit SUMO ist alles prima fahrbar, nur einmal mussten wir wegen eines tiefhängenden, dicken Astes umdrehen, da wir den Baum nicht umfahren konnten. Wichtig immer: der Blick nach oben. Mopane-Patina (Kratzer) an den Seiten von SUMO ist normal. Längere Overlander-LKW’s dürften manchmal Probleme bei den vielen gewundenen, engen turn-offs zu den Flüssen oder Wasserlöchern haben. Generell sind alle Wege sehr einfach befahrbar.

30. Juli 2019

Wir wurden schon wieder beraubt! Obwohl ich die Kühlschranktür verklemmt und einen schweren Stuhl davor platziert hatte, hat es der Honigdachs geschafft, den Kühlschrank zu öffnen und unseren gesamten Käse (ca. 500g) zu vertilgen. Heute wird die Eisbox umgedreht.
Und auf zum nächsten Game Drive, es geht in Richtung Letaba.

Die hier sind unvermeidlich, auf jedem Game Drive

Am Ende sind wir 7,5h unterwegs. Wir machen viele Abstecher u.a. an zwei verschiedene Stauseen (Engelhard-Damm, Mingerhout-Damm)

Engelhard-Damm

und sehen viel bekanntes Ungeziefer,

Und die mogeln sich auch immer wieder auf die Speicherkarte…

deutlich mehr als gestern. Heute ist eher Hippo-Tag.

Uraltes Hippo: schon bemoost

Club der bemoosten Flusspferde und und Crocs

Aber auch Kleinvieh zeigt sich.

Klippspringer

Nach der langen Tour gönnen wir uns noch einen Sundowner und abends Wiener Würstchen auf der Terrasse unserer Hütte.

30. Juli 2019

Game Drive heute-
Großes Kino in Breitwand und Surround Sound – demnächst in Ihrem Filmtheater:

PREDATOR!
The Cycle of Life

Hauptdarsteller: Leopard (L.)
Opfer: Antilope (A.)
Nebendarsteller: Hyäne 1 (H1.) und Hyäne 2 (H2.)
Statisten: Die üblichen Verdächtigen (Elefanten, Zebras, Giraffen etc.)

Kurzfassung:
L. liegt auf der Lauer, entdeckt A.,
Angriff…, XXXXX
(da unser Blog nur FSK 6 hat und wir nicht auf FSK 18 hochgestuft werden wollen, haben wir den kritischen Teil zensiert XXXXX)
L. ist satt, lässt Reste liegen
H1. und H2. wittern ihre Chance und kümmern sich um den Nachtisch.
Statisten geben sich unbeteiligt.

Trailer:

Alles ruhig hier, nur mein Magen knurrt. Ich könnte ein saftiges Stück Fleisch gebrauchen…

Moment mal, was schleicht denn da zum Wasserloch?

Das Opfer (Symbolbild). Aus pietätischen Gründen verzichten wir auf ein echtes Bild von A.

Ein Steinbock! Lecker, die sind besonders zart.

Nah genug. Den hol ich mir. Banzai!

Ab hier geben wir nur Auszüge und aus der Tonspur und (Regieanweisungen) wieder:
(L. rennt) padat, padat, padat,
L.: „grooaaar“,
(L. springt A. an),
A: „iiieh“
(L.: Biss),
A.: „Schnauf“ -letzter-
L.:“schmatz, schlürf, reiss, kau, schling, würg, rülps, pfrrr (Flatulenz),
(L.: schlurft von dannen) padat…padat…padat…“
Unterdessen:

H1.: Jetzt ein schöner, abgelegener Kadaver wär mir ganz recht…

H2.: Da hör ich doch was! Kling nach baldigen Essensresten…

(H1. und H2. finden Kadaver)
„reiss, zerr, knack, beiss, schling“
(H1. und H2. balgen sich um die Reste),
Lachen (Hyäne-Stil)

Statisten: War da was? Nö.

Und wie in jedem gängigen Hollywood-Movie…

…die Überlebenden schreiten der untergehenden Sonne entgegen…

The End

31.  Juli 2019

Wir räumen unsere Hütte und nehmen Kurs auf Camp Satara, wo wir für die drei nächsten Nächte wieder einen Bungalow gemietet haben (keine Campsites frei).

Büffelherde (click!)

Natürlich nehmen wir nicht den direkten Weg, sondern die Nebenstrecken entlang des Letaba- und Olifant-River.

Goliath-Reiher

Das letzte Stück ist dann wieder die Hauptstraße. Sichtungen: die üblichen Verdächtigen (El, Gi, Ze, An, Gn, Bü, Hi, Cr, usw.). Und ein Riesen-Boabab.

Von Weillighs Boabab

Gegen 14 Uhr können wir unsere Hütte beziehen. Heute ist es richtig heiß, 32°C, da tut ein Sprung in das frische Wasser (19°C) des Pools richtig gut.
Am frühen Abend Kinoprogramm im Auditorium über Großkatzen. Danach gönnen wir uns im Restaurant ein Abendessen.

01. August 2019

Diesmal starten wir relativ früh. Wir werden belohnt mit der Sichtung eines Löwenangriffs auf eine Herde von Wasserböcken.Leider ging es alles so schnell, dass Elke keine guten Fotos machen konnte. Leider – für die Löwen – war der Angriff auch erfolglos (sorry, kein Movie!). Auch die Geier waren demzufolge enttäuscht.

Kein Aas heute morgen 🙁

Kurze Zeit später, auf einer Nebenstrecke, läuft ein Leopard quer über den Pad.Auch hier keine Chance für ein Foto. Als Trostpflaster muss ein Afrikanischer  Hornrabe für ein Foto posieren.

Grosser schwarzer Vogel

Ansonsten sehen wir die üblichen Statisten (s.o.) und mehrere kapitale Kudus.

Kleine und zwei (!) große Antilopen in einem Bild

Nach 6h Game Drive reicht es uns und wir gönnen uns eine Pizza.

02. August 2019

Löwen-Tag!
Um 5:30 klingelt der Wecker. Ohne Frühstück machen wir im Dunkeln SUMO klar und verlassen genau um 6 Uhr, als das Gate öffnet, das Camp – für unseren ersten Early Morning Game Drive.
Und es lohnt sich:
Zu Beginn sehen wir zwei kleine Katzen (Wildkatzen, Ginsterkatzen?).

Morgentliche Stimmung

dann erscheint ein dunkler Fleck auf der Straße: die größte Wildkatze von allen liegt faul auf dem Asphalt!

Seine Majestät wärmt sich den Bauch am Morgen auf Asphalt

Nun haben wir auch den Pascha gesehen und abgelichtet. Nach zwei Stunden sind wir wieder zurück im Camp und frühstücken im Restaurant. Pause bis zum late Afternoon Game Drive.
Der geht in Richtung Osten. Viele Tiere sind unterwegs (die üblichen).

Wasserbock

An einem Wasserloch entdecken wir einen Waran.

Wasser-Waran

 

Und dann wieder Löwen: Drei Löwinnen pennen im Schatten von Büschen.

Faule Ladys

Kurz nach Sonnenuntergang

Ihr müsst jetzt ganz stark sein: Sonnenuntergang in Afrika, laufende #72

erreichen wir wieder das Camp.

03. August 2018

Heute müssen wir raus aus dem Park, da wir für die nächsten 2 Nächte keine Unterkunft im Park bekommen können. Auch die Nachfrage heute in den Camps „Lower Sabie“ und „Crocodile Bridge“ ergibt nur die lapidare Antwort: „Sorry, we are fully booked“.  Also fahren wir 150 km nach Süden zur Parkgrenze.
Unterwegs bekommen wir dann noch die volle Raubtier-Dröhnung: Löwen und Leoparden satt!

Schon wieder faule Ladys…

Bei der Zählung von 23 Löwen, die wir bisher gesehen haben, gebe ich auf.

Die gehören wohl zum gleichen Club…

Löwendame mit Aktivität

Bei den Leoparden sind wir erst bei 4.

Leo relaxt auf Baum

Ein weiterer Leopard sitzt am Fuße eines Baumes (leider von Büschen verdeckt) und bewacht seinen Kill, der hoch in den Ästen hängt.
Über das übrige Beiwerk an anderen Tieren lasse ich mich heute nicht aus…

Na gut: Ein Bild ohne Raubkatzen

Durch das „Crocodile Bridge Gate“ verlassen wir den Park und finden einige km weiter eine Campsite am Flußufer des „Crocodile Rivers“ im „Henk van Rooyen Holiday  Resort“. Das zugehörige Restaurant bietet eine umfangreiche Auswahl an Speisen und Getränken, eine willkommene Abwechslung nach den doch sehr überschaubaren Speisekarten in den Krüger Park Camps.

04. August 2019

Ruhetag, ausruhen von den täglichen Game Drives. Pool und lecker essen im Restaurant.

Wildlife for today

05. August 2019

Rhinos, Löwen, Leopard und ein surfender Reiher!
Mit neuer Energie zurück in den Park. Im „Crocodile Bridge Gate“ geht es wieder rein, diesmal mit einer neuen Erfahrung: Die Gate Security will unseren Camper inspizieren. „Oh that’s a room!“ war der Kommentar des Officers und raus war er wieder. Er hat wohl nicht geschnallt, dass SUMO ein Wohnmobil ist…? 
Fünf Stunden schleichen wir über verschiedene Tracks durch den Park und werden belohnt mit zwei Breitmaul-Nashörnern (leider nur in Fernglas-Reichweite), 5 faulen Löwen

Die tägliche Siesta…

und einem Leopard, gaaanz nah!

Schwangere(r) oder vollgefressene(r) Leopard(in?), direkt neben SUMO

Hmmm, das Ding ist zu groß für mich, sieht aber innen irgendwie lecker aus…

An einem Damm, etwas später, sehen wir Crocs, Hippos und erstmals surfende Reiher.

Das „Surfbrett“ ist ein Flußpferd!

Am frühen Nachmittag erreichen wir -durchgeschwitzt (heute 37°C)-  das „Pretoriuskop Rest Camp“, wo wir für drei Nächte reserviert haben. Hier gibt es ein „Wimpy Grill Restaurant“ (mal was anderes), das wir am Abend austesten – gar nicht schlecht.

06. August 2019

05:15 Uhr:
Elke steht schon auf, also raus aus den Federn, für einen neuen „Early Morning Game Drive.

Zur Abwechsung mal wieder ein Sonnenaufgang!

Der  Drive zieht sich letztendlich bis 14 Uhr, mit Frühstückspause gegen 10:30 Uhr im „Skukuza Rest Camp“. Am Anfang zeigen sich die Viecher etwas zäh, aber dann kommt es Schlag auf Schlag: Leoparden (2),

Malerisch auf einer Felsplatte

Hyäne (vermutlich mit Jungen, geschützt in einem engen Rohr)

Weniger malerisch: Hyäne im Abflußrohr

und natürlich wieder Löwen (6+).

Nicht nur eine Löwin…

…die ganze Straße wird belegt!

Der Elefant, den wir später sehen, hat kunstvoll die Rinde von Ästen abgenagt.

Es geht doch nichts über eine leckere Mopani-Rinde!

Den Rest des Tages vergammeln wir und „erholen“ uns von den Tier-Erlebnissen (Elke hat Muskelkater im rechten Zeigefinger vom vielen Knipsen…).

07. August 2019

Heute starten wir erst spät, erst um 11 Uhr verlassen wir das Camp. Wir sind auf der Suche nach Rhinos, die es hier im Überfluß geben soll. Zumindestens die „Droppings“ künden von einer gewissen Nashorn-Population mit geregelter Verdauung. Aber keines der Viecher will sich blicken lassen. Büsche und Steine werden von uns kurzzeitig mit Nashorn-Silhouetten verwechselt – alles leider nur eine Illusion.
Wir geben irgend wann auf und lassen das Stieren in die Mopane-Landschaft sein. Fahren wir halt noch ein paar Wasserlöcher an, um das übliche zu sehen. Am Reno-Wasserloch sehen wir ein paar Büffel und Antilopen – gähn. Nach ein paar Minuten drehen wir um und fahren zurück.
Bis dann plötzlich… EIN RHINO!

Breitmaulnashorn

Es steht sehr nah bei uns  und bewegt sich nur, um die Pose zu wechseln. Elke hat alle Zeit der Welt ihre Objektive zu wechseln und sich die Finger wund zu fotografieren. Nach 2345 Fotos fahren wir noch mal zurück zum Wasserloch, um zu wenden. Daraus wird erst mal nix, denn nun sitzt eine Hyäne im Trinkbad.

So ein kühles Bad erfrischt auch Aasfresser

Zwei Giraffen kommen zum saufen, nachdem sie die Hyäne durch Anstieren vergrault haben.

Giraffen saufen im Duett

Elkes rechter Zeigefinger zeigt erste Blutaustritte.
Etwas weiter zeigt sich ein Leopard von seiner besten Seite

Stehe ich so gut für ein Foto?

und wir sehen erstmals Rappenantilopen.

Neu: Rappenantilope

Natürlich zeigen sich auch die üblichen Statisten. Kurz vor Schließung des Campgates sind wir wieder zurück. Das war ein sehr schöner Game Drive heute.

08. August 2019

Der letzte Game Drive im Krüger Park. Heute verlassen wir den Nationalpark, nicht jedoch ohne viele, weitere Strecken zu befahren, die wir noch nicht kennen. Wasserlöcher mit Gewimmel,

Impalas, Zebras und Wasserböcke an der Tränke

Rangordnungskämpfe unter Waterbuck Bullen,

Wer ist hier der Stärkere?

noch mal Elefanten und anderes Viehzeug,

„Stoßzahn“-Show: die großen und die kleinen Grauen

und zum Schluß eine kleine Schildkröte waren die heutigen Highlights.
Die Big 5 (Elefant, Rhino, Büffel, Löwe, Leopard) haben wir alle im Krüger gesehen, viele davon x-mal, nur das Rhino  blieb ein Einzelfall.

Einsamer Panzerträger bei der Straßenquerung, Elke warnt den Gegenverkehr

Gegen 13 Uhr verlassen wir den Park. Unser Ziel ist die „Wild Dog Safari Lodge“, die wir nach etwas suchen und abenteuerlicher Fahrt durch eine „Private Nature Reserve“ letztendlich finden. Sie gehört einer Holländerin und ihrem Mann und befindet sich noch im Aufbau. Wir können uns hier abstellen und springen zu Erfrischung gleich mal in den Pool. Klein und familiär ist es hier. Am Abend kommen noch ein paar Gäste aus den USA. Ein gemeinsames Abendessen und viel Palaver beschließt den Tag.

09. August 2019

Wir bleiben hier noch eine Nacht, lassen uns mit Frühstück und Abendessen verwöhnen und sitzen lange mit den anderen Gästen am Lagerfeuer. Ein kurzer Spaziergang zu einen Wasserloch zeigt uns aber nur die Spuren und Droppings von Giraffen und Gnus.

10. August 2019

Wir verlassen die „Wild Dogs Lodge“ und beginnen unsere Rundtour durch das Gebirge. Leider ist es heute bedeckt und die Wolken hängen tief, so dass ein Abstecher zum höchsten Berg der Gegend (Mariekop) ausfallen muss, die Aussicht wäre nur fünf Meter weit gegangen. Aber der Weg um den Berg herum war auch sehr schön, endlich mal wieder richtige Berge!

Mountains! Über 1000m hoch.

Wir fahren den Panorama Weg. Ein Abzweig führt uns zu den „Echo Caves“. Elke, als Höhlenenthusiastin kann daran nicht vorbei fahren.

„Madonna“, ein Tropfstein-Gebilde

Die Höhle ist…naja, ganz nett. Wir sind aber nach den „Carlsbad Caverns“ in New Mexico verwöhnt, was Höhlen angeht.

Viele der Stalagtiten wurden schon vor x Jahren für die Speerspitzenherstellung abgebrochen

Danach fahren wir zum „Forever Resort Blyde Canyon“. Neben einer Campsite und einem großen Pool (zu kalt heute), gibt es ein tolles Restaurant mit leckerem Buffet.

Kleiner Damm am Campground

11. August 2019

Direkt nach dem Frühstück bringt SUMO uns zu den beiden Lookouts über den Blyde Canyon.

Blyde Canyon Panorama. Click!

Upper Lookout: Panaorama. Click!

SUMO am Lower Lookout

Dann nehmen wir unsere Panoramatour wieder auf.
Die „Drei Rondavels“ sind Felsformationen, die den Rundhütten der indigenen Bevölkerung ähneln.

„Die drei Rondavels“ (Berge, die wie Hütten aussehen)

Der Canyon ist teilweise geflutet (Staudamm).

Talsperre

Nach einem Besuch beim „Lisbon Wasserfall“

Lisbon Falls

und einigen weiteren Lookouts buchen wir uns im Panorama Rest Camp bei Grasskop ein. Eine gute Wahl: Vor dem Restaurant liegt ein „Infinity Pool mit Blick auf Steilwände und die dahinter liegende Ebene. Genial!

Infinity Pool

12. August 2019

Seit gestern haben wir heftige Probleme mit unserem Druckluft-Magnetventil (?). Immer wieder pfeifft es laut und irgendwo bläst massiv Druck ab. Bisher hat es sich aber immer wieder gefangen, so dass der Druck nicht unter 12 Bar fiel. Es wird Zeit für unseren Service in Pretoria. Aufgrund dieser Probleme ist unser heutiger Ausflug nur kurz: zu den Mac Mac-Wasserfällen und zurück.

Mac Mac Falls

Danach fahren wir wieder zurück zum Camp und genießen den Pool und das schöne Wetter.

Blick von der Restaurant-Terrasse

Morgen soll es kalt und regnerisch werden.

13. August 2019

Die Wettervorhersage war korrekt, es ist nass kalt und neblig. Wir gönnen uns ein Frühstück im warmen Restaurant und fahren erst spät los. SUMOs Problem mit der Pressluft wird immer schlimmer. Mit hoher Drehzahl kann ich den Druck über 12 bar halten. Heute fahren wir zu Luis und Ingrid, die in der Nähe von Nelspruit eine Macademia-, Citrus- und Avocado-Farm managen.

Logo der Farm

Kurz vor Mittag kommen wir an. Luis hat einen Mechaniker, der sich SUMO mal anschauen will, leider kann er nicht viel ausrichten. Ich hoffe wir schaffen es übermorgen noch bis Pretoria.
Nach einem kleinen Mittagessen fährt uns Luis auf dem großen Farmgelände herum und zeigt uns die Felder

Macademia-Bäume

und Packanlagen der Firma Twycross.

Avocado Verpackungsanlagen

Avocados,

Verpackte Avocados

Macademia-Nüsse, Clementinen

Unterabteilung Citrusfrüchte

und Kiwi werden hier angebaut. Bei einem kristallklaren Bach machen wir eine kleine Pause. Sie haben hier relativ viel Wasser, da die Farm mitten in den Bergen liegt. Trotzdem sind für Trockenzeiten mehrere Staubecken angelegt.

14. August 2019

Nach gemeinsamem Frühstück wird erst mal Wäsche gewaschen, diesmal in einer echten, deutschen Miele-Maschine – das Resultat ist deutlich besser als das aus dem amerikanischen Topladern, die man auf den Campgrounds findet.
Ingrid fährt dann mit uns eine große Runde um ihre Farm, damit wir die Gegend kennenlernen. Besonders nett ist das ziemlich deutsch anmutende Örtchen Kaapsehoop,

Häuschen im Dorf

wo jeder von uns sich einen gefüllten „Pannekoek“ munden lässt.
Es gibt hier viele Wildpferde, die sich die Pflanzen der Vorgärten schmecken lassen.

Vorteil der Wildpferde: kostenloser Rasenmäher. Nachteil: auch die Blumen werden gestutzt

Am Abend macht Luis ein schönes Feuer und wir grillen auf der Glut Steaks und Boereworst. Dazu gibt es Pap (Maisbrei) mit Tomatensoße. das nennt man hier Pappbrei, äahh nee, „Braii mit Pap“.

15. August 2019

Leider müssen wir Luis und Ingrid heute verlassen, unser Unimog-Service in Pretoria steht an. Eine lokale Demonstration einiger Schwarzer blockiert zunächst die Straße zur N4 nach Pretoria mit einem Holzlaster und brennenden Barrikaden, sie wird aber schnell von der Polizei aufgelöst und als wir – nach dankesreichem Abschied von unseren beiden Gastgebern – los fahren ist die Straße wieder frei.
Mit hohen Umdrehungszahlen halte ich den Pressluftdruck oben und SUMO schafft es nach 4 Stunden bis auf den Werkstatthof  von „MogDoc“, dem Unimog Spezialisten von Pretoria.

SUMO beim Doc.

Ferdi De Beer, der Chef, hat lange Jahre bei Mercedes gearbeitet und betreibt nun diese Unimog Werkstatt. Da wir uns schon lange vorher avisiert hatten, kommen wir sofort dran und noch heute werden die ersten Arbeiten abgeschlossen (Spurstangen). Wir können hier auf dem sicheren, umzäunten Gelände übernachten, eine Toilette, Wasser und Strom gibt es auch.

16. August 2019

Heute gehen die Arbeiten weiter, alle Öle werden getauscht, Riemen nachgespannt und wir finden die Ursachen für SUMOs Druckluftprobleme: Der Kompressor ist ziemlich hin und undicht (daher kam das Pfeiffen) und zusätzlich ist ein Druckminderventil leck (man hört es zischen). Beide Teile müssen getauscht werden. Ferdi hatte schon eine neuen Kompressor besorgt, der unsere Reisekasse heftig beansprucht. Nach Abschluss der Arbeiten wird SUMO noch mal ordentlich von allen Ölresten befreit

Etienne reinigt den Motorraum

und wir sind wieder „on the road“. Wir fahren noch ein Stück nach Süden, bis wir SUMO spät im „Omaramba Holiday Resort“ abstellen. Nach dem langen Tag heute, haben wir uns ein Abendessen im Pub verdient.

17. August 2019

Elke navigiert SUMO und seinen unbedeutenden Fahrer im Westen an Johannesburg vorbei. „Hier gibt es eine Abkürzung über die Berge, da sparen wir 20 km“ sagt sie. Komischerweise ist diese nur klein gestrichelt auf unserer Karten APP eingezeichnet. SUMO biegt locker ab und der Weg fängt an richtig Laune zu machen. Die Zwischenräume der Striche stehen wohl für die riesigen Spalten und Löcher in diesem Offroad Track.

Da war es noch zivil…

Endlich darf SUMO mal wieder den Allrad Antrieb einschalten und seinen Spaß haben. Auf der Passhöhe haben wir eine Spitzen-Aussicht und treffen zwei Mountain Bike Fahrer.

Auf dem Pass

Runter wird es auch nicht einfacher, SUMO geniesst die „artgerechte Haltung“ seiner selben. Leider treffen wir dann viel zu früh wieder auf Asphalt.
Nun heisst es fahren, fahren… erst durch Industriegebiete, dann durch öde Landwirtschaftszonen: rechts abgeerntete Maisfelder, links Kühe, dann umgekehrt und alle 10 km ein Silo – es sieht hier ähnlich wie in Kansas aus. Und ebenso erscheinen am Ende der „Durststrecke“ plötzlich Berge (nein, nicht die Rockies von Colorado!).

Beeindruckende Felsformationen

Wir fahren in den „Golden Gate National Park“. Auf einem Picknick-Paltz findet SUMO ein paar Bewunderer.

Zwei Bewunderer und Instagram User

Nach ein paar, weiteren Kilometern erreichen wir den SAN-Campground, wo wir SUMO und uns endlich Ruhe gönnen.
Heute war ein langer Fahrtag, den wir mit einem BBQ beschließen.
Hier auf über 2000 m Höhe wird es nach Sonnenuntergang schnell ziemlich kühl.

18. August 2019

2 Grad Aussentemperatur, 6 Grad im Camper heute früh…brrr. Manchmal fehlt uns die defekten Heizung doch… Sehr früh fahren wir los und erkunden alle Wege im Park.

Kleiner Wasserdamm

Die Morgenstimmung macht die Bergszenerie besonders schön.

Eine Herde Weißschwanz-Gnus

Erstaunlich viele Tiere leben in diesen Höhen.

Bergzebras und Antilopen

Nach Verlassen des Parks fahren wir nach Phuthaditjhaba (sprecht das mal schnell flüssig aus!) um einzukaufen und zu tanken. Dann geht es am Sterfontain Damm entlang

In der Gegend hier gibt es viele große Stauseen

bis zu Royal Natal NP. Dort stehen wir fast alleine auf dem Campground.

Stellplatz am Fuß dieses Berges

Nachdem wir uns eingerichtet haben, laufen wir 1h zu den schönen „Cascades“.

Bergbach mit „Kaskaden“

Mittlerweile sind Karin und Oliver aus Starnberg mit ihren riesigen 6×6 MAN Overlander eingetroffen – wir palavern natürlich ein wenig.

Bilder South Africa. 

8 Gedanken zu „South Africa

  1. ups, ich hoffe sehr, euer Sumo und natürlich auch ihr habt es bis Pretoria geschafft!
    Ich freue mich auf weitere Berichte!
    Liebe Grüße nach Afrika,
    Eva

  2. Hallo Ihr Großkatzenbezwinger!
    Habe jetzt die letzen 1,5 Monate nachgearbeitet. Wieder so schön zu lesen und Euch zu folgen. Südafrika sind wir nächstes Jahr im April. Allerdings auf der Gardenroute. Aber da kommt Ihr ja bestimmt noch hin. Freue mich schon auf Eure Berichte. 😊 Euch weiterhin eine Mega tolle Zeit und sichere Fahrt! LG

    • Hallo Manuela,

      schön, dass Du dich wieder meldest.
      Wir sind derzeit kurz vor Lesotho, das wir als nächstes Land erkunden werden.
      Die Gardenroute kommt natürlich noch.

      Viele Grüsse aus dem Royal Natal NP.

      Elke & Stefan

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