Alberta

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Das Wappen von Alberta

26. Juni 2016

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Hier wird es sicher interessanter…

In Cold Lake, Alberta,  geht es auf Café und in den Walmart, um ein paar Vorräte nachzukaufen. Dann lotst mich Elke zu dem Municipal District Campground am Crane Lake, einem flachen See. Dieser ist schön warm (21°C), was wir wieder für ein Vollbad ausnutzen.

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Warmwasser für ein Vollbad

Duschen werden völlig überbewertet!
Ein Gewitter, das um unseren Stellplatz herum zieht, verhindert ein gemütliches BBQ, ein leckerer Salat, den Elke gezaubert hat und zum Nachtisch frische Erdbeeren tun es auch. Bei der vorletzten Erdbeere legt das Gewitter dann richtig los.

27. Juni 2016

Die Gewitter sind vorbei und die Sonne scheint wieder. Nach ein wenig SUMO Service geht es weiter in Richtung Westen. Der kleine Sklavensee (lesser slave lake) ist unser Tagesziel. In Slave Lake decken wir uns bei der Visitor Info mit Material über Alberta ein. Auf dem Weg zum Marten River Campground im Lesser Slave Lake PP fahren wir noch auf einen Berg mit Aussicht über den gesamten See (1005 m). Erstmalig sind wir über 1000 m hoch in Canada.

Kleiner Sklavensee von oben

Kleiner Sklavensee von oben

Die Luft ist noch dünner, als auf dem Bald Mountain in Manitoba, der war ja auch nur schlappe 831 m hoch. Bevor uns der Sauerstoff ausgeht, fahren wir auf die Straße zum Campground zurück. Letzterer hat einen schönen Strand, wo man gepflegt baden kann.

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Badestrand

Ich nehme mir mal wieder die Vorgelege vor. HL das alte Problem – fast alles Öl weggepumpt; es wird Zeit dieses Problem zu lösen. Jörg ist dran, bald erfahren wir, ob es in Edmonton klappt. Nach dem Bad im See grillen wir lecker Steaks und lassen es uns gut gehen.

28. Juni 2016

BING! Macht es schon früh auf dem Handy. Wir bekommen mitgeteilt, dass die Werkstatt in Edmonton sich um SUMO kümmern kann, Hellgeth schickt am Freitag die Teile, nach 7 Tagen sollen sie in Edmonton sein. Also in 2 Wochen Werkstatt-Termin. Noch schnell die Werkstatt direkt per Email kontaktiert, Infos über SUMO geschickt.  Bald ist Canada Day (1. Juli) , der zweithöchste Feiertag hier. Da wollen wir gerne mitfeiern, am besten in einem kleinen Städtchen. Da nun unsere Pläne klar sind, entscheiden wir uns für Jasper in den Rockies. Schnell noch einen Campground Platz reservieren, denken wir, könnte voll werden.  Ist schon voll! Kein einziger Platz rund um Jasper mehr frei, alle Canadier sind an diesem langen Wochenende mit ihren Wohnwagen oder –mobilen unterwegs. Dann wenigstens ein Zimmer. Nach einiger Suche finde ich noch eins und reserviere sofort. Nun aber endlich los.
Unser heutiges Ziel ist ein Teilstück der „Forestry Trunk Road“, eine einsame Piste, die Richtung Jasper führt. Aber erst müssen wieder viele km endlos schnurgerader Straßen nach Westen bewältigt werden. Um uns die Beine zu vertreten und einen Kaffee zu trinken (sonst schlafe ich beim Fahren noch ein) biegen wir in eine schmale Gravelroad rechts ein, fahren sie bis zum Ende und landen mitten auf einer kleinen Ölförderlichtung.

Klein-Ölförderung im Wald

Klein-Ölförderung im Wald

Hier steht die übliche Nickpumpe, sowie zwei Vorratstanks und ein Kontrollhäuschen. Zur Zeit steht die Pumpe, muss wohl gerade wieder etwas nachlaufen. Öfter in Betrieb ist die Anlage sichtlich.
Kurz vor Grande Prairie biegen wir nach links in die „Forestry Trunk Road“ ein, damit SUMO endlich wieder Gravel unter die Räder bekommt.
Die „Forestry Trunk Road“ – Piste ist nicht schlecht, sogar frisch mit flüssigem Staubbinder behandelt. Etwas reichlich. ZU reichlich. SUMO ist wieder… genau: saudreckig.

Diese Staukiste ist normalerweise schwarz!

Diese Staukiste ist normalerweise schwarz!

Dafür finden wir nach 50 km einen wunderschönen Platz am See, ein kleiner Campplatz mit nur etwa 6-8 Stellplätzen, aber trotzdem mit Klohäuschen (+ Klopapier!) und Firewood und alles kostenlos – wie der Name des Sees es versprach: „Economy Lake“.
Erst mal wieder in den See springen, richtig warm das Wasser. Wir haben den ganzen Economy Lake nur für uns!

Dirty SUMO at Lake Economy

Dirty SUMO at Lake Economy

Dann ein paar Kloben mit der Axt spalten, Feuer anmachen und Stock-Würstchen grillen.
Elke mag heute keine Würstchen, dafür grillt sie etwas Furchtbares!
Angewidert wende ich mich ab. Wie kann man nur…?
Genüsslich verspeist sie ihr Grillgut.
Mir kommen fast die Würstchen wieder hoch.
Was sie gegrillt hat? Typisch amerikanischen Campfire-Nachtisch: Marshmallows BBQ!
Wenn die MM sich aufpusten sind sie fast fertig und dann innen flüssig. Yuck!

Lake Economy

Lake Economy

Ein Gewitter schleicht sich mit Gegrummel dauernd um unseren See herum, kommt aber dann nicht zu Potte.

29. Juni 2016

Wieder ein strahlender Morgen, als wir uns auf die Piste begeben. Ich muss für den weiteren Verlauf derselben mein Qualitätsurteil revidieren, jetzt wird es ganz schön durchwachsen und oft schalte ich den Allradantrieb ein.
Statt „Forestry Trunk Road“ wäre auch „Gas & Oil Road“ angemessen:
Immer mehr Ölpumpstationen und ganze Fabrikkomplexe tauchen mitten in der Wildnis auf. Das erklärt auch die Tanklaster, die uns ab und zu begegnen. Umfangreiche „road constructions“ sind regelmäßig erforderlich – die Piste muß fit bleiben für die Ölindustrie.
Nach vielen Hügeln kommt er endlich:
Ta daaa, da ist er, der erste Blick auf die teilweise noch schneebedeckten Rockies!

Endlich Berge! Die Rockies sind nah!

Endlich Berge! Die Rockies sind nah!

Sie sind unser heutiges Ziel, irgendwo vor Jasper wollen wir übernachten.
Doch vorher muss SUMO stadtfein gemacht werden, so dreckig können wir ihn nicht lassen. Bisher hat das Waschen an Dump Stations  immer funktioniert, doch diesmal jagt man uns davon. Truck wash an einer Dump Station, das geht ja gar nicht.
Also nach halber Wäsche weiter bis nach Hinton, wo wir einen „Truck Wash“ finden und SUMO eine Stunde lang mit Hochdruck bearbeiten. Da kommt ein Dreck runter! Überall komme ich aber mit der Hochdrucklanze nicht hin, speziell unter dem Fahrzeug. Aber einiges geht ab.
Danach haben wir uns ein Sushi Essen verdient – diesmal sehr lecker!
Noch schnell getankt und ab in Richtung Miette Hot Springs, wo wir baden und übernachten wollen. Als ich am Ortsausgang Gas gebe, rumpelt es heftig an der Hinterachse. Bei langsamerer Fahrt wird es ruhig, sobald ich wieder auf 70-80 km/h beschleunige, rappelt es. Reifenpanne? Nein, Reifendruck ist voll da, das kann ich im Cockpit sehen. Also anhalten und nachsehen. Reifen hinten sehen völlig i.O. aus…
Da kommt es mir: In der Truck Wash hatte ich einiges an Schlamm aus dem Inneren der hinteren Felgen rausgeholt, aber nicht alles. Ein Blick unter SUMO auf die Innenseite der Felgen zeigt das Problem. Extreme Unwucht durch betonharte Schlamm-Anbackungen im Inneren der Felgen. Einen Teil hatte ich raus gewaschen, der Rest hing asymmetrisch verteilt noch drin. Also bergmännisch ca. 1kg harten Schlamm je Rad mit Steinen aus jeder Felge hinten mit Reifenmontiereisen raus gekratzt. Vorne war nichts drin. Danach läuft SUMO wieder rund.
Kurz vor den Hot Springs noch schnell einen Platz auf dem Campground reserviert und dann rein in die heißen und kalten Fluten. Es gibt mehrere Becken, das wärmste hat über 40°C, das kälteste 18°C. Ideal für Wechselbäder bei strahlendem Sonnenschein.

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Badenixe

Dazu noch ein Eis und der Tag ist gerettet. Gegen 21 Uhr sind wir am Campground zurück.

30.Juni 2016

Morgen ist Canada Day und ab heute Abend haben wir ein Zimmer in der „Pine Bungalows Lodge“. Jasper ist nah, also müssen wir heute nur wenig fahren.
Das Wetter sieht zunächst gar nicht gut aus, beim Frühstück regnet es schon.
Aber das ändert sich hier in den Bergen schnell. Wir beschließen die Maligne Road zu fahren, ein ca. 50 km (one-way) Abstecher nach Süden, kurz vor Jasper.
Zuvor noch roadside wildlife auf dem Yellowhead Highway (Cariboos).

Cariboo

Cariboo

Auch entlang der Maligne Road bleiben plötzlich die Fahrzeuge stehen: Elchalarm!

Cool Moose

Cool Moose

Der erste Natur-Höhepunkt des Tages ist der Maligne Canyon, die Breitachklamm von Jasper. Über Jahrzehntausende hat sich der Maligne River ganz tief in den Sandstein eingegraben. Potholes, Wedgestones, Wasserfälle und Fossilien findet man in der engen Schlucht, die wir von Brücke 1-4 erwandern.

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Maligne Canyon

Es geht weiter, bis zum Endpunkt der Straße, dem Maligne Lake. Viele Touristen hier, aber das liegt daran, dass man nur von hier aus zum berühmtesten Inselchen von Kanada kommt. Das Bild von Spirit Island ziert jeden Kanadaprospekt und ist in allen Reiseführern oder Bildbänden zu Canada enthalten.

Spirit Island

Spirit Island, Katalogfoto

Außerdem ist Spirit Island ein altes Trauma von mir. Einen ersten Kontakt mit ihr hatte ich als Jugendlicher in Form einer Bildtapete. Später sah ich das Foto immer wieder in den vielen Canada-Büchern, die ich früher verschlungen hatte. 1983 waren wir schon einmal am Maligne Lake, mit unserem damaligen Pickup-„Wohnmobil“ (nur ein Hardtop auf der Ladefläche des Ford F150 Truck, darunter eine Matratze, Schlafsäcke, Rucksäcke eine Kühlbox und Campingutensilien), konnten uns die Bootstour zu Spirit Island damals aber nicht leisten. Stolze $67/Person nehmen sie uns heute ab, aber diesmal muss es sein! Die 1,5h Tour führt fast bis zum Südende des Sees.

Geltscher rundum

Gletscher rundum

Dort erstrahlt Spirit Island vor einem grandiosen Gebirgs- und Gletscher-Panorama in seiner ganzen Pracht.

Spirit Island, eigene Creation

Spirit Island, eigene Kreation

Die Fa. Kodak hatte um 1940 einen Fotowettbewerb für die schönsten Naturfotos der Welt ausgeschrieben. Unter den Gewinnern, war das Foto von Peter Gale, das im Colorama Showcase von Kodak  in der Grand Central Station von New York in den 1940ern jahrelang ausgestellt war.
Endlich bin ich da!

Geschafft!

Geschafft!

Nach dieser schönen Tour fahren wir zurück zum Yellowhead Highway und nach weiteren 5 km sind wir in Jasper. Noch ein kurzer Besuch in der Visitor Info, auch um die Canada Day Aktivitäten zu eruieren. Dann checken wir in der Lodge ein, machen die Räder fertig, uns selber stadtfein und radeln einem leckeren Abendessen  entgegen. Bison-Ragout und Elk-Steak sind köstlich.

1.Juli 2016

CANADA DAY!
Wir schlafen lange, arbeiten an unserer Webseite und fahren dann mit unseren Ebikes nach Downtown Jasper.

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Totem Pole in Downtown Jasper

Nach einem gemütlichen, späten Frühstück bummeln wir die Patricia Street entlang bis die Parade beginnt. Es gibt eine Zugleitung, Pferde, Wagen, Fußgruppen und einen Spielmannszug – … und am Ende des Zuges einen Prinz(c)enwagen! Alles ist rot/weiß geschmückt.

Mini Mounties

Mini Mounties

Harley-Gespann Artistik

Harley-Gespann Artistik

"Prinzenwagen"?

„Prinzenwagen“?

Nun ja, ein Kölner Karnevalsumzug ist schon eine andere Hausnummer… Aber nett gemacht. Und die Farben stimmen mit dem Rosenmontagszug überein (rot-wies)!
Danach stellen wir uns beim BBQ an und gönnen uns die kanadischen Nationalgerichte: Hot Dogs und Burger.
Mittlerweile nieselt es und wir radeln erstmal zurück zur Lodge.
Am Abend dann geht es wieder nach Downtown für Steak, Bier, Musik und Feuerwerk. Nach dem Abendessen radeln wir in den Centennial Park, wo die Action sein soll. Eine Band spielt ganz ordentliche, alte Rocksongs, besonders der Mundharmonikaspieler Willie ist richtig gut.
Sogar einen Pferch gibt es.
Einen was???
Tja, das ist so eine canadische Besonderheit, zu der es eine kleine Story gibt:

1983, bei unserem ersten Canada Urlaub (Greenhorns!), kamen wir nach Steward, BC, wo auch gerade Canada Day gefeiert wurde. Toll, da machen wir mit!
Elke ging Steaks holen, ich besorgte zwei Bier. Wir setzten uns mit den Sachen an einen Picknicktisch, begannen unser Mahl und unterhielten uns.
Uns gegenüber saß eine etwas ältere Lady, die uns eine Weile konsterniert anstarrte.
Endlich traute sie sich, etwas – auf deutsch – zu sagen:
„Das dürfen Sie aber nicht!“ waren ihre ersten Worte.
Wir zuckten zusammen.
„Was denn?“ fragten wir zurück.
„Sie dürfen ihr Bier hier nicht trinken, nur in dem Geviert dort drüben ist das erlaubt!“
Ich blickte zurück, dorthin, wo ich das Bier gekauft hatte.
Tatsächlich, da war ein kleiner kniehoher Zaun rund um den Bierstand, das Geviert war gefüllt mit vielen Leuten. War mir gar nicht aufgefallen.
Bei öffentlichen Outdoor Veranstaltungen darf man in Canada nur in diesem „Pferch“  Bier kaufen und trinken. Ooops. Wir fühlten uns wie Verbrecher. Kommt jetzt gleich ein Mountie und verhaftet uns?

Und das ist immer noch so. Heutzutage ist der Zaun 2m hoch, 4 Wachleute stehen am Eingang und kontrollieren die ID’s (legal drinking age 18-19 Jahre, je nach Provinz) und passen auf, dass bloß keiner seine Dose mit nach draußen nimmt.
So was, wie damals bei mir, passiert denen nicht wieder!
Jeder, der im Pferch arbeitet und z.B. Bier oder Cidre verkauft oder den Eingang bewacht, trägt eine Warnweste – vermutlich um vor den Gefahren des Alkohols zu warnen. Der Spaß dauert auch nur kurz, nur von 18-23 Uhr gibt es den kontrollierten Gerstensaft, dann ist Schluß mit dem schlimmen Genuß.

Bilder Alberta

weiter geht es mit British Columbia

hier geht es weiter mit Alberta:

07. Juli 2016

Nun tun wir uns etwas Entsetzliches an: wir fahren nach Lake Louise.
Riesige Parkplätze, alle voll, Tausende von Touristen. Wir ergattern eine Parklücke und sehen uns den See und das „Chateau Lake Louise“ an.

Elke vor Louise

Elke vor Louise

Der See ist schon beeindruckend, umgeben von Bergen und Gletschern. Letztere sind aber eindeutig auf dem Rückzug. Was nicht für die Touristen gilt!

Fragt nicht, was hier eine Übernachtung kostet...

Fragt nicht, was hier eine Übernachtung kostet…

Egal, da müssen wir durch, wir gönnen uns ein Erdinger Weißbier (!), einen Prosecco und einen kleinen Nachmittagssnack im Chateau Restaurant (den Preis lassen wir mal lieber ungenannt), aber ab und zu etwas Stil kann auch nicht schaden. Ein Eis rundet die Sache ab und wir verlassen diesen Wimmel-Ort.
Ein Stück noch nordwärts auf dem Icefield Parkway und wir beziehen einen der letzten Plätze auf dem Mosquito Creek Campground. Der Name ist Programm.

SUMO am Moskito Creek

SUMO am Moskito Creek

Fast so aufdringlich, wie die Quälgeister, sind hier die Camp-Nachbarn. Wenn sie wenigstens alle auf einmal kämen (die Camp-Nachbarn, NICHT die Moskitos!), dann müssten wir nicht immer wieder die gleiche Platte abspielen…

08. Juli 2016

Um möglichst die ersten beim Bow Summit zu, sein stehen wir früh auf.
Unterwegs ein kurzer Fotostopp am Crowfoot Glacier,

Crowfoot Galcier, sieht tatsächlich etwas wie ein Krähenfuß aus.

Crowfoot Glacier, sieht tatsächlich etwas wie ein Krähenfuß aus. Ein Zeh ist vor ein paar Jahren abgebrochen

bis wir tatsächlich unter den Ersten am Bow Summit mit dem Peyto Lake Viewpoint eintreffen.

Bow Summit. Auch ein 100.000 $ Blick!

Bow Summit. Der Blick ist eigentlich unbezahlbar!

Obwohl die Sonne nur ein wenig scheint, ist der Blick auf den See und die umliegenden Berge kaum zu bezahlen. Wir laufen noch ein Stück abseits durch den Wald und finden einen noch besseren Viewpoint – ohne jegliche anderen Besucher.

Doppelt hält bessser

Doppelt hält bessser

Wieder mal ein 100.000 $ – Blick. Als wir nach unzähligen Fotos wieder zum Parkplatz zurück laufen, sind die japanischen Horden schon eingefallen.
Die Waterfowl Lakes, der Mistaya Canyon,

Mistaya canyon

Mistaya Canyon

die Parker Ridge mit den Bridal Veil Falls und

Parker Ridge

Parker Ridge

als Höhepunkt das Columbia Icefield sind unsere nächsten Stationen am Icefield Parkway.
Der Gletscher hat sich seit 1983, als wir ihn das letzte Mal besuchten, sehr weit zurückgezogen. Wir laufen ein gutes Stück bergan, bis wir zur Gletscherzunge kommen.

Die hauptzunge des Columbia Icefields

Die Hauptzunge des Columbia Icefield: Athabasca Glacier

Wenn das mit der globalen Erwärmung so weiter geht, ist der Gletscher in 100 Jahren weg. Wäre auch besser so, denn der Rummel hat sich seit 1983 verzehnfacht. Ein Riesenkomplex steht an der Straße, ein Gletscherbus nach dem anderen fährt die zahlungskräftigen Touristen auf das Eis. Wir begnügen uns mit dem Hike zur Gletscherzunge und vielen Fotos.

Noch ein Gletscherview bei Statfield

Statfield

Statfield

und ein Besuch der Sunwapta Falls beenden das Tagesprogramm.

Sunwapta Falls

Sunwapta Falls

Danach checken wir auf dem Honeymoon Lake Campground ein.

Honeymoon Lake. Wir waren leider 30 Jahre zu spät hier...

Honeymoon Lake. Wir waren leider 30 Jahre zu spät hier…

Es wird ein netter Abend mit Grillen am Campfire und vielen neugierigen Besuchern.
Torsten, ein deutscher Unimog-Besitzer (hier in Canada aber ohne sein Gefährt) interessiert sich sehr für SUMO, der ganz ähnlich wie seine EMMA aussieht. Viel zu fachsimpeln und zu erzählen. Erst gegen Mitternacht kommen wir in die Falle.

09. Juli 2016

Wir verlassen den Honemoon Lake und sehen bald einiges an Wildlife:
unseren ersten Grizzly, einen Elk, ein Wapiti und diverse Aussichtspunkte.

Diesmal knippst Elke den Elk nur...

Diesmal fotografiert Elke den Elk nur, später aber……

Die Athabasca Falls haben sich wenig verändert, nur der Eigentümer stammt nun anscheinend aus Fernost…

Athabasca Falls

Athabasca Falls

Wir biegen auf die 93a ab:
Nach den Stopps am Leach Lake und bei Meeting Waters, nehmen wir die Auffahrt zum Mount Edith Cavell. Wir sehen Hoodoos,

Hoodoos

Hoodoos

laufen zum Cavell Lake

Lake Clavell

Lake Cavell

und wandern zum Gletscher.

Gletsche am Mount Edith Clavell

Gletscher am Mount Edith Cavell

Nach der Rückkehr zur 93a sind wir bald wieder in Jasper, wo wir nachtanken und eine Kleinigkeit essen (heute musste es für Elke Elk-Carpaccio sein!).
Frisch gestärkt machen wir uns auf in Richtung Edmonton. In Hinton kaufen wir noch kurz ein und machen den anderen Tank voll – mit 8ct Rabatt/Liter durch einen Gutschein von Safeway.
Da eine Dusche heute überfällig ist, fahren wir von der Autobahn ab in die endlosen Wälder von Alberta zu Outback Camping & Cabins, Edson. WIFI ist zwar extrem lahm, aber die Duschen sind heiß.

10. Juli 2016

Heute geht es nach Edmonton. Auf der autobahnähnlich ausgebauten16 (Yellowhead Highway und der nördliche Ast des Transcanada Highways) geht es flott voran. Es regnet viel – gut!  Dadurch wird SUMO untenrum sauber. Da wir schon um 14 Uhr in Edmonton eintreffen, beschließen wir kurzerhand einen Besuch des Fort Edmonton. Wieder ein sehr schön gemachtes „Living Museum“ mit vier zeitlich-historischen  Schwerpunkten von Edmonton:
-1849: Fur Trade Era (Pelzhandel)

Pelzhandel

Pelzhandel

-1885: Settlement Era (Besiedlung)

Besiedelung: Ankunft der Siedler

Besiedelung: Ankunft der Siedler

Besiedelung: nach Landerwerbung

Besiedelung: nach Landerwerb

-1905: Municipal Era (Kleinstadtentwicklung)

Die kleine Stadt entwickelt sich

Die kleine Stadt entwickelt sich

-1920: Metropolitan Era (Großstadtentwicklung)

schon etwas "großstädtisch"..

schon etwas „großstädtisch“..

Die Canadier haben wenig Geschichte, aber sie machen etwas daraus!
Ein schönes Freilichtmuseum.
Nach Torschluß machen wir uns auf den Weg zu Al’s Prestige Auto Repair, wo wir, wie von Al versprochen, das Gate offen finden und SUMO auf dem Hof sicher abstellen können.

SUMO bei Al' Prestige Auto

SUMO bei Al’s Prestige Auto

Mobiles Internet ist hier natürlich auch da, um wieder mal für euch Blog-Leser ein Update hochzuladen.

11. July 2016

Stefan:
Um 07:30 Uhr kommt Al und wir besprechen  die Arbeiten. DSC08758

Er setzt zwei Mann bei SUMO ein, um folgende Arbeiten zu erledigen:

  • Alle Öle und Filter wechseln, alle Flüssigkeiten checken und nachfüllen, abschmieren.
  • Vorgelegeentlüftungen montieren
  • Reifen auswuchten und rotiert montieren
  • Spur nachstellen
  • Diverse Kleinigkeiten reparieren

Gegen 16:30 Uhr ist SUMO fertig und ich auch, als ich die Rechnung sehe…
Damit Elke auch noch zu ihrem Recht kommt, fahren wir noch in die West Edmonton Mall, die größte der Welt.

Springbrunnen in der Mall

Springbrunnen in der Mall

Wahnsinn.

Was hat die Santa Maria hier in der Mall zu suchen?

Was hat die Santa Maria hier in der Mall zu suchen?

Zum Glück komme mit einem Juwelier und dem Apple Store davon.
Nun aber raus aus der Stadt und in Richtung Alaska Highway (ist noch ein gutes Stück bis Dawson Creek, wo die Mile 0 der AH steht).
Im Wabamun Lake PP finden wir einen Platz für die Nacht.

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Elke:
Gegen 10 Uhr mache ich mich auf nach Downtown Edmonton. Mit dem Taxi fahre ich zum Churchill Sqare.

Wasserspiele vor dem Rathaus

Wasserspiele vor dem Rathaus

Hier ist das Rathaus der Stadt und der Platz ist geschmückt für ein Festival, das aber erst ab Mittag stattfindet. Bei der Touristinformation hole ich mir Tipps, was man unbedingt sehen muss, wenn man einen Tag in der Stadt ist. Dem Rat folgend, geht es die Jasper Ave entlang bis zur 104 Street Promenade mit netten Kneipen aller Art und ich entscheide mich für einen Brunch. Es gibt hier sogar Käse mit Geschmack – kein Wunder, denn er wird direkt aus Frankreich, Italien etc. importiert. Gestärkt kann es weiter gehen Richtung Alberta Legislature – ein schönes, altes Gebäude mit Park drum herum.

Alberta Legislature: hier werden die witzigen Alberta-Gesetze gemacht

Alberta Legislature: hier werden die witzigen Alberta-Gesetze gemacht

In den Becken der Springbrunnen baden die Kinder.

Über die High Level Bridge komme ich nach Strathcona, dem ehemaligen Stadtzentrum von Edmonton.

Strathcona

Strathcona

In der Whyte Avenue (82 Ave.) gibt es Geschäfte und Lokale, darunter sogar ein „European Café“. Der Cappuccino ist zu empfehlen. Von der vielen Lauferei geschafft, fahre ich wieder mit dem Taxi zurück zu Al’s Prestige Auto Repair.

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12. Juli 2016

Vom Wabamun Lake geht es zunächst Richtung Westen, dann biegen wir ab, um auf die 43 nach Dawson Creek zu gelangen. Der Rest des Tages ist Fahrerei, zunächst bei schönem Wetter. In Valleyview tanken wir und besuchen zum zweiten Mal den benachbarten Tim Horton. Dort wecken wir uns mit Kaffee auf und skypen mal wieder mit unserem Sohn.
Auf der Weiterfahrt werden die Wolken immer dunkler und die ersten Gewitter beginnen. Mal ist es naß, dann kurz wieder trocken.
Bei bedrohlicher Wetterlage fahren wir in Grande Prairie ein, um noch mal zu zivilen Preisen bei Safeway einzukaufen. Es gibt wieder einen Gutschein über 7ct Rabatt auf jeden Liter Diesel bei Shell. Das lohnt sich richtig, bei der Menge, die wir aufnehmen!  Natürlich schüttet es aus Kübeln, als wir den Markt verlassen.
Na dann eben bei Regen die Vorräte zu SUMO bringen und verstauen.
SUMO läuft übrigens wie eine Eins, das Einstellen der Spur und das Nachwuchten  der Räder hat einiges gebracht: perfekter Geradeauslauf und etwas weniger Resonanzen. Ob auch die Vorgelege nun funzen, muss sich später entscheiden.
Bei strömendem Regen fahren wir weiter, bis es Zeit ist, einen Stellplatz zu finden.
Elke lotst SUMO auf kleine Nebenstraßen, wo wir hoffen, an einem See einen Stellplatz zu finden. Die erste Stichstraße zu einem See endet offroad in einem matschigen, völlig zugewachsenen Weg, an dessen Ende sich eine wilde Müllkippe und Milliarden blutgieriger Moskitos befinden. Also den ganzen Weg rückwärts wieder raus.
Der nächste Abzeig endet vor dem Gatter einer Gaspumpstation, auch kein schöner Stellplatz. Wieder rückwärts raus. Allrad ist an, auf diesen Matschwegen, die durch den Daueregen ziemlich abgesoffen sind. SUMO ist natürlich wieder dreckig.
Wir fahren zum nächsten See und – zack- da ist er, der Stellplatz am See.

See ohne Namen. Ich nenne ihn "Loon Lake", wegen der drei Loons, die ich auf dem Wasser entdecke.

See ohne Namen. Ich nenne ihn „Loon Lake“, wegen der drei Loons, die ich auf dem Wasser entdecke.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 
Wetter mies, Moskitos hungrig, also SUMO abstellen und in den Koffer verziehen.

SUMO @ "Loon Lake"

SUMO @ „Loon Lake“


Tracks Alberta & BC

Tracks Alberta & BC

Bilder Alberta

 

 

 

2 Gedanken zu „Alberta

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