Namibia

Flagge von Namibia

Namibia, wir kommen!
Am 28.03.2019 fahren wir SUMO nach Antwerpen zur Verschiffung nach Walvis Bay, Namibia.

Noch ein wenig Papierkram und dann ab auf den Verschiffungsparkplatz

Viel Stau bei der Anfahrt, etwas rumgesucht, bis wir am richtigen Kai waren, aber dann ging alles ganz flott. Anfang Mai fliegen wir hinterher.

SUMO ist am 23. April in Walvis Bay angekommen.

07. Mai 2019

Heute geht es los. Zuhause ist alles versorgt, unser Sohn hütet nun das Haus, Freunde und Nachbarn kümmern sich um Garten, Autos, Haustechnik und vieles andere.

Um 13 Uhr bringt uns ein Taxi nach Siegburg, wo wir den ICE zum Frankfurter Flughafen nehmen. Da wir früh da sind, lassen wir es uns in der LH Business Lounge gut gehen. Der Flug geht pünktlich ab.

Unser Flug

Der Service von Condor ist wie immer sehr gut, ein paar wenige Stunden können wir auch schlafen.

08. Mai 2019
Ankunft in Windhoek sogar 15 Minuten früher um 6 Uhr.

Am Airport von Windhoek dämmert es

Dafür aber eine Riesenschlange bei der Passkontrolle. Als wir endlich durch sind, wechseln wir Geld, stellen uns bei MTC an, um eine prepaid SIM-Karte zu erwerben und stehen dann noch mal ewig bei der Autovermietung.
Endlich haben wir unseren Toyota und machen uns auf den Weg nach Walvis Bay.
Das erste (und einzige) Wildlife, das wir sehen, sind Paviane und Termitenbauten.

Erstes Landschaftsbild von unterwegs

Nach langen 5 Stunden erreichen wir die einzige Hafenstadt Namibias: Walfischbucht (Walvis Bay). Nach etwas Gesuche, finden wir unseren Verschiffungsagenten, regeln die letzten Formalitäten (hauptsächlich latzen) und holen SUMO aus einer Lagerhalle. Dann fahren wir gemeinsam zurück nach Swakopmund. Auf dem Resort und Campingplatz „Alte Brücke“ haben wir einen super Stellplatz reserviert. Nah am Strand, auf feinem Rasen stellen wir SUMO ab. Wir haben ein eigenes, privates Badezimmer, Strom, Wasser, Grillstelle und ein Spitzen-Restaurant auf dem Platz.
Nach einigem Geräume, Wassertank füllen, Gas anschließen usw., laben wir uns am reichhaltigen Buffet des Restaurants „Old Steamer“- sehr zu empfehlen und sehr preiswert. Danach fallen wir nur noch in die Kojen.

09.Mai 2019

Nach einem prima Frühstück im Conference Center des Resort ist räumen angesagt. Alles muss wieder an seinen gewohnten Platz. Die Fahrkabine hatten wir für dir Überfahrt ja völlig leer geräumt.

SUMO am frühen Morgen

Gegen Mittag sind wir endlich damit fertig.
Nun geht es mit dem Toyota ab zum Großeinkauf und noch mal zu einer Bank.
Nach Verstauen aller Lebensmittel (es gab haufenweise deutsche Waren im Supermarkt) verschnaufen wir eine Weile und machen uns dann auf zum Jetty von Swakopmund.

Jetty von Swakopmund (Restaurant ganz am Ende)

Wir bekommen gerade noch einen letzten Tisch im Fischrestaurant „Jetty 1905“  am Ende des Jetty. Über den Wellen mit Blick auf den Atlantik und Swakopmund mit seinem rot-weißen Leuchtturm, der auch in Ostfriesland stehen könnte, lassen wir uns leckeres Sushi schmecken.

10. Mai 2019

Nach dem Frühstück fahren wir nach Walvis Bay zurück. Flamingos fotografieren ist angesagt. Die gesamte große Walfischbucht ist von tausenden diese Watvögel  belagert, die ihre Schnäbel durch das seichte Wasser der Priele ziehen.

Ein kleiner Ausschnitt der Flamingoplage

Nach langer Beobachtung der rosa Wattplage geht es wieder nach Swakopmund zurück. Wir besorgen uns ein Permit für den „Namib Naukluft Park“, den wir um Walvis Bay herum am Montag erkunden wollen. Danach schlendern wir durch die Altstadt  mit schönen alten Häusern

Woermannhaus und Damaraturm

und weiter zum weithin sichtbaren Leuchtturm

Das Wahrzeichen von Swakopmund

Er wurde 1902 von der Deutschen Schutztruppe gebaut. 1910 wurde der Turm auf ein Höhe von insgesamt 28 Meter erweitert. Wir kaufen noch ein Brot bei einem (deutschen?) Bäcker und gönnen uns dann eine Pause in Anton’s Café. Standardbestellung für Deutsche ist hier: Schwarzwälder Kirschtorte – mindestens so gut wie in Tübingen.

Deutscher geht es kaum…


Wir fahren zum Nobel-Hotel Swakopmund (ehemals der alte Bahnhof).

Hotel Swakopmund

Nun wird es Zeit unseren Leihwagen abzugeben. Google Maps führt uns völlig falsch, eine nette Dame in einem Büro zeigt uns den richtigen Weg.
Schnell ist die Autoübergabe erfolgt und wir nehmen uns ein Taxi zurück zum Campingplatz. Ab nun muss SUMO wieder ran bei Ortsveränderungen. Den Abend lassen wir in „Gabriele`s Italian Pizzeria“, nicht weit vom Campingplatz, ausklingen.

11. Mai 2019

Elke:
Um 8 Uhr ist die Abholung zur ‚Little 5‘ Desert Tour. Es ist neblig und feuchtkalt…und wir erfahren so auch, wie sich die Pflanzen und Tiere in der Wüste mit Wasser versorgen.

Mit einem Landy durch die Wüste

Es gibt Käfer und Spinnen,

…die für das Chamäleon ein Leckerbissen sind

 einen Palmetto Gecko,

Kecker Gecko

kragenlose Echsen (Wüstenferraris) und Sidewinder.

Hochgiftig!

Chantal, Fahrerin und Guide, weiß wo sie suchen muss. Sie hat viel zu erzählen über die Wüste bei Swakopmund, man kann mit Fug und Recht sagen: die Wüste lebt!

Stefan:
Unimog Basteleien.

Nach diesem ereignis- und lehrreichen Vormittag bleibt Zeit zum Ausruhen und für eine weitere Erkundung von Swakopmund zu Fuß.

Hohenzollernhaus mit Atlas auf dem Dach

Interessant: „Peter´s Antiques“, lauter alter Kram seit 1890.
Das Brauhaus, das wir nach längerer Suche in einer Seitengasse finden, öffnet leider erst um 18 Uhr. Aber woanders ist es auch nicht schlecht. Nach Snack im „Art Café“  essen wir im „The Tug“ am Jetty zu Abend und können dann noch den Sonnenuntergang genießen.

12. Mai 2019

Heute geht es auf das Meer. Um 8 Uhr werden wir mit einem Minibus abgeholt und nach Walvis Bay gefahren, wo wir einen Katamaran entern.

Jetty zum Boot

Kurz hinter der Anlegestelle, der erste Stopp: neben den allgegenwärtigen Seehunden tauchen plotzlich vier Delfine auf (Typ Flipper).
Etwas weiter schippern wir an tausenden Kormoranen vorbei (es soll hier 450.000 von denen geben).

Kormorane satt!

Dann erreichen wir das Ende der Bucht, mit hunderten von Seehunden und dem zugehörigen Geruch.

Ein Hund am anderen…

Wir fahren etwas raus auf das offene Meer (Seegang!) und haben das Glück Benguela Delfine zu sehen, die gibt es nur hier.

Benguela Delfin, benannt nach der arktischen Meeresströmung, die hier vorbei läuft

Auf der Rückfahrt kommen wir an einer Ölbohrplattform vorbei, die hier zur Reparatur ankert. 

Ölbohrplattform „auf Reede“

Rundherum liegen weitere zugehörige Schiffe im zeitweiligen Ruhestand, bis die Plattform wieder nach Angola zurück geschleppt wird.
Nach allen diesen Erlebnissen werden Sekt und Snacks gereicht, besonders lecker sind die namibischen Austern (Elke sagt yuck!!!).

Schmecken besser als französische Austern und sind fleischiger

Ganz zum Schluss besucht uns noch „Grumpi Niclas“, um seine Fischration abzuholen.

Wo ist mein Hering???

Nach kurzem Stopp bei den Flamingos erreicht unser Bus gegen 14 Uhr wieder den Campingplatz.
Und wir bekommen Besuch. Ein deutsches Ehepaar, das wir auf dem Airport kennen gelernt haben, hat unseren Blog gelesen und wir klönen ein wenig. Natürlich wird auch SUMO inspiziert, auch von unseren Camping-Nachbarn, die sich dazu gesellen.
Muttertag-Abendessen in drei Gängen genießen wir im „Anchor Point“, ganz nah am Campingplatz gelegen.

13. Mai 2019

Heute mussten wir unsere erste „Buschrepsratur“ durchführen: Wassereinbruch im Technikkompartment! Problem: der Druckausgleichsbehälter in unserer Wasserleitung war gerissen. Sobald man die Pumpe anstellt dringt kräftig Wasser aus dem Riss. Nach Überlegungen, wo wir vielleicht Ersatz  bekommen, beschließe das Teil auszubauen und mit einem Schlauch zu überbrücken. Dazu muss aber zuerst alles Wasser aus dem Tank raus. 250l können wir schlecht auf unserer Campsite ablassen, also sind wir ein Stück um die Ecke gefahren und haben auf Sand unser Frischwasser abgelassen. Auch der Boiler musste entleert werden. Der Rest war einfach: defektes Teil raus, Schlauch installieren, Wasser wieder auffüllen, Test -alles ok. Wir haben wieder fließendes Wasser im Camper- aber nur dort wo es auch fließen soll!
Nun endlich konnte wir zu unserem Trip zu dem Welwitschias starten. Über Teer, feste Fahrbahn, Gravel und schließlich übles Wellblech geht es in die Wüste.

SUMO gut getarnt in der Wüste

Erste Stopps bei der „Mondlandschaft“

Death Valley läßt grüßen

Endlich kommen wir in den „Welwitschia Plains“ an.

„Welwitschia Plains“

Interessante Pflanzen, uralt und total genügsam in dieser Hölle, denn wir haben mittlerweile 38 Grad und heißen Wind. Im Hochsommer herrschen hier 50-60 Grad.
In Swakopmund sind es bei unserer Rückkehr nur 21 Grad – nur 40 km liegen zwischen den beiden Orten.
Abends dann wieder Buffet im „Old Steamer“. Wir treffen ein Paar, das wir auf der Katamarantour kennen gelernt hatten. Natürlich essen und klönen wir zusammen.

14. Mai 2019

Heute fahren wir durch die Wüste zur „Ilala Private Game Reserve“. Sie gehört einer Bekannten, die Elke in Polen kennen gelernt hat und bei der wir unser Kommen angemeldet haben. Zunächst geht es durch öde, flache und verbrannte Landschaft

Hier ist GAR NICHTS

Erstes Highlight sind drei blühende Köcherbäume.

Aus den Baumrinden stellten die San ihre Pfeilköcher her

Nun geht es stetig bergan und nach 3 Stunden Fahrt erreichen wir die Lodge.

Ilala Lodge

Wir werden von Katja und ihrer Tochter Tatjana sehr freundlich empfangen und rundum versorgt. Ein Amerikaner ist zur Zeit hier Jagdgast, der heute am Morgen ein Bergzebra erlegt hat. Wir reden viel und lassen den Tag am Lagerfeuer ausklingen.

Lagerfeuer in der Wüstenwildnis der Gamsbergregion

15. Mai 2019

Frühstück, relaxen, Mittagessen und Pool-Erfrischung.

Frische 22° im Pool kühlen von 30° herunter

15 Uhr: Wir gehen jagen. Kudus sollen es heute sein. Wir sind eingeladen, an dem nachmittäglichen Game Drive des Hunting Guides und seinem amerikanischen Kunden teilzunehmen. Mit einem 4×4 Pickup geht es auf übelsten Pisten in die Berge. Wir sehen Springböcke, einen Kudu, eine Oryx-Antilope, 10 Berg-Zebras,

Zebraherde, gut getarnt

Paviane und einen Felsadler. Leider oft weiter weg oder so schnell, dass es für ein Foto nicht reicht. Dafür entschädigt die Landschaft die Fotografin

Karg und felsig ist es hier

Leider ist den Kollegen das Jagdglück heute nicht hold. Dafür gibt es einen schönen Sonnenuntergang.

Sunset in den Gamsberg Mountains

Den Abschluß des Tages stellt ein „Brai“ dar: Grillen von Wurst und Fleisch am offenen Feuer.

16. Mai 2016

Heute morgen fährt Katja mit uns noch ein wenig in den Busch, um uns Felszeichnungen zu zeigen. Bei einer wilden Felsformation werden wir fündig.

Hier haben sich die San verewigt

Katja zeigt uns alte „Mahlsteine“, wo deutlicher Abrieb am Stein von Mahlvorgängen erzählt und kleine Felszeichnungen an Abbruchfelsen von der Kunst der San zeugen.

Tiere, die es heute auch noch gibt

Zebrazeichnung an einer anderen Stelle

Nach dem Exkurs in die Steinzeitkultur geht es wieder zurück zur Lodge, wo wir uns fertig zur Abreise machen. Katja inspiziert noch SUMO und dann geht es los auf die Piste. Die Zebrareifen auf dieser Gravelroad sind ziemlich mobil.

In Canada hat SUMO Elche gejagt, hier sind es Bergzebras

Durch schöne, wilde Berggegend geht es über den Gamsbergpass auf über 1800m.

Wildes, (fast) leeres Land

Nach drei Stunden erreichen wir Windhoek. Wir haben uns auf dem „Urban Camping“ Platz angemeldet. Ein schöner Stellplatz mit Schattenzelt, Hängematte und quasi privatem Bad inmitten von Windhoek – was will man mehr.

17. Mai 2019

Nach  einem Vormittag mit duschen, Frühstück, Wäsche abgeben, Unimog Inspektion (irgend etwas klappert, aber ich habe noch nicht herausgefunden was und wo)

SUMO auf dem Urban Campground

werden wir von Jochen mit seinem Pickup abgeholt. Jochen ist Namibier und Tourismusguide und hat einen Unimog 1300L, mit Wohnkabine. Wir wollen heute ausloten, ob wir vielleicht zusammen fahren. Seine deutsche Frau Antje hat sich schwer ins Zeug gelegt und füttert uns mittags und nachmittags durch. Wir bereden viele Dinge und beschließen dann spontan ab Mitte Juni mit ihnen durch Sambia, Malawi, Tansania bis nach Kenia zu fahren. Auf anderer Strecke geht es dann zurück nach Namibia. Die Landeskenntnis der beiden ist ein starkes Argument und zwei Unimogs sind zusammen unschlagbar im Gelände.

18. Mai 2019

Heute schauen wir uns Windhoek an. Mit dem Taxi fahren wir zunächst zu dem Mobiltelefonanbieter MTC, um noch Volumen für lokale Anrufe nachzubuchen. Daten und internationale Anrufe hatten wir schon am Airport aufgeladen. Danach laufen wir zu den wichtigsten Attrationen von Windhoek: Der Kirche (leider zu),

Christuskirche

dem namibischen Unabhängigkeitsmuseum,

Gebaut von Nordkorea (!)

der alten Feste (zu, die alte Südwester-Reiterstatue wurde entsorgt und durch ein „von den Ketten befreit“ Monument ersetzt) und dem Uhrenturm.

Uhrenturm

Sonst bietet Windhoek nicht mehr viel. Elke kauft noch ein Safarihemd, wir holen eine Flasche Gas mit Adapter und nehmen dann ein Taxi zurück zum Campground. Den Abend verbringen wir in „Joe´s Beerhouse“.

19. Mai 2019

Wir verlassen den Campground nach einem letzten Frühstück in der Bar und fahren zum „Superspar“ in den Außenbezirken von Windhoek. Das Finden eines Parkplatzes ist schwierig, da entweder Tiefgarage oder Parkplätze mit Höhenbeschränkung SUMO zuwider sind. Nach einigem rumkurven stellen wir SUMO auf dem Parkplatz von KFC (Kentucky Fried Chicken) ab. Wir müssen ziemlich weit durch eine Einkaufsmall zum Supermarkt laufen, wo wir uns mit weiteren Lebensmitteln eindecken. Dann verlassen wir endlich die Stadt und nehmen Kurs nach Süden. Das heutige Ziel ist die Farm „Gecko Camping“, wo wir einen Platz mit Aussicht gebucht haben. Im Süden von Namibia ist freies Camping verboten und auch kaum möglich, da alles Land Farmland und damit privat ist. Nach etwas Asphalt (B1) biegen wir endlich auf die C14 (Gravel) ab und fahren auf kleinen D-Straßen über den „Spreetshogte Pass“. Wir haben eine tolle Aussicht auf die Berge und die Savanne.

Blick vom Pass

Am frühen Nachmittag kommen wir auf der Farm an.

Farm pickup truck, mint condition, needs some work, great price!

und beziehen unseren „Hilltop Camp“ Platz. Ein selten schöner Platz mit super Aussicht. Einen kleinen Naturpool hat die Farm auch, wo wir uns bei 22° Wassertemperatur erfrischen.

Baden in der ehemaligen Viehtränke

Vom nahen Aussichtspunkt sehen wir mit dem Fernglas einige Springböcke oder Kudus. Am Abend wird erstmals gegrillt

Wer möchte Fleisch?

und danach ein Sundowner beim Sonnenuntergang hinter den westlichen Bergen genossen.

20. Mai 2019

Heute ist Relax-Tag. Nach gemütlichem Frühstück in unserer Stellplatzlaube hängen wir einfach ab und genießen die Aussicht (eine Antilope heute).

SUMO on top of the hill

Nachmittags springen wir wieder in den Pool und genießen nach dem Abendessen den Sonnenuntergang.

Jeden Abend das gleiche Theater…

Wir sind heute echt faule Säcke.

21. Mai 2019

Nach einem leicht überteuerten Frühstück (wie auch anders, die Besitzer sind Schweizer) machen wir uns auf den Weg nach Sesriem.  Nachtanken in Solitaire.

Noch ein Truck 4 sale

Unterwegs kurzer Stopp um endlich mal diese übertriebenen Vogelnester zu fotografiern. Diese Webervögel haben alle die Hybris!

Deutsche Meisen sind viel bescheidener…

In Sesriem angekommen, bekommen wir nur einen Platz auf der Overflow Site. Nicht schön, aber dafür teuer. Wir fahren gleich weiter zum gleichnamigen Canyon (sehr schön), der an seinen dunkelsten Ecken sogar ein paar Wasserpfützen zu bieten hat.

Sesriem Canyon, hier hat es wenigstens Schatten

Danach noch zur Elim Düne,

Sand mit Gras, so what?

die nicht viel her macht, aber gegenüber liegt „Oryx-Valley“, hier tummeln sich die Langhornantilopen, fast schon eine Landplage…

Als Steak oder Ragout sehr lecker…

Am Abend Drinks und Essen im Campingplatz-Restaurant (naja…).

22. Mai 2019

5:30 Uhr klingelt der Wecker und wir machen uns fertig. Um 6:15 stehen wir als dritte vor dem zweiten Gate nach Sossusvlei. Nur wer auf dem Campground übernachtet kann schon um 6:30 Uhr in den Park, alle anderen vor dem 1. Gate erst eine Stunde später. Vor dem 1. Gate hat sich jetzt schon eine riesen Autoschlange gebildet. Das Gate geht auf und das Rennen beginnt. 60 km/h ist die Park-Höchstgeschwindigkeit, an die sich niemand hält. Trotz pechschwarzer Nacht und 85km/h werden wir von einem Fahrzeug nach dem anderen überholt. Jeder muss der erste sein, wenn die Sonne im Sossusvlei aufgeht.

Noch sieht es nach Sonnenaufgang aus, aber die Wolken…

Nach 63 km kommen wir an. Mit Sonnenaufgang wird es aber heute nichts, der Himmel ist bedeckt – Pech! Wir wollen gerade Luft ablassen, um das letzte Tiefsand Stück bis zum letzten Parkplatz zu fahren, als die schwarze Version von Johnny Kontrolleti auftaucht und uns sagt, dass wir mit der „Lorry“ nicht reinfahren dürfen (ja, ich geb‘ es zu, da war ein verblasstes Schild, das „Lorrys“ von der Weiterfahrt ausschloss). Meine Argumente, SUMO sei ein deutscher Pickup und extrem offroad geeignet fruchten nicht. „It`s a lorry“. Punkt. Also müssen wir für ein Land Cruiser Shuttle 160 N$/pp latzen. 10 Minuten später sind wir am letzten Parkplatz. Die ersten Unermüdlichen sind schon dabei die Düne „Big Daddy“ zu erklimmen. Nichts für uns, zwei Schritte vorwärts und ein Schritt rückwärts ist die Schrittweise beim Erklimmen der extrem feinsandigen Dünen.

Sossusvlei ohne Sonne

Leider herrscht kein gutes Fotolicht aufgrund fehlender Sonne, also lassen wir uns nach einem kleinen Rundgang zurück fahren. Als wir wieder bei SUMO ankommen, ist auf dem Parkplatz die Hölle los, die zweite Welle mit Bussen usw. ist eingetroffen es wimmelt nur so von Menschen. Bloß weg hier.

Doch noch einen Sandhaufen mit Sonne und Schatten erwischt!

Wir fahren zurück und stellen uns an der Elimdüne im „Oryx-Valley“ ab. Hier ist niemand und wir können geruhsam frühstücken, umgeben von der Landplage mit den langen Hörnern. Am Schluß zählen wir neun der leckeren Antilopen. Wir verlassen Sesriem und machen uns auf nach Duwisib Castle, wo wir eine Campsite reserviert haben. Auf schöner Strecke (C27) durch die „Namib Rand Nature Reserve“ (Strauße und Landplage) fahren wir bis Betta, wo wir nach links abbiegen und nach einigen km das „Castle“ erreichen. Es ist der ehemalige Wohnsitz eines deutschen Adligen, gebaut 1908/1909 im Stil einer Burg.

Duwisib Castle

Der Bauherr hatte nur kurz seine Freude daran, bei Ausbruch des 1. Weltkriegs musste er sein Domizil räumen. Heute wird es vom NWR als Museum und kleines Hotel betrieben – ganz nett. 
Nach Besichtigung fahren wir um die Ecke zur Duwisib Guest Farm, wo wir SUMO auf einem sehr schönen Stellplatz, mit den besten Sanitäranlagen bisher, zur Ruhe kommen lassen.

Sumo relaxt auf der Duwisib Farm

23. Mai 2019

Wir frühstücken in der Farm und führen eine nette Unterhaltung mit dem Seniorchef. Schafe, Ziegen und Rinder züchten sie hier und wir lernen einiges über Namibia dazu. Wir müssen wieder das Stück zurück bis nach Betta und nehmen nun die D707, die entlang der Namib Naukluft Parkgrenze führt, eine der schönsten Strecken Namibias, wie einer unser Reiseführer sagt. Und noch etwas seltenes erleben wir: Es regnet! Nicht viel aber immerhin. Auf der Strecke komme ich auch erstmalig etwas zum Tiefsandfahren, da die Namib versucht, die Straße zu verschlingen. Mit Allrad, HA-Sperre und Speed auch ohne Luftablassen kein Problem. Unterwegs sehen wir wieder die Landplage und die großen, doofen Vögel.

Immer schön den Kopf in den Sand stecken (oder die Steine)

Wir finden einen wunderschönen Platz in den Tirasbergen (Koch Farm).

Camp in den Tiras-Bergen

Frau Koch bietet uns eine Farmtour mit ihrem Vormann (ein Nama) an, der uns 80 Minuten auf dem Farmland herum fährt und alles zeigt (Felsformationen,

Den konnte ich gerade noch festhalten

eine alte San-Lagerstätte mit Steinwerkzeugen und Felszeichnungen, diverse Pflanzen und eine Spitzen Aussicht)

Blick auf die Namtib

und das alles mit nur drei oder vier Worten, die er während der schönen Tour von sich gibt.
Am Abend machen wir ein zünftiges Braii (BBQ) – ich passe mich langsam den lokalen Ausdrucksweisen an.

24. Mai 2019

Der heutige Tag führt uns nach Lüderitz. Die Strecke ist größtenteils langweilig und flach, nur ein paar Wildpferde hinter Aus (Ort) lockern die Szenerie auf. In Lüderitz angekommen

Konterfei des Gründers

„sichern“ wir uns zunächst einen Stellplatz auf dem Shark Island Campground (wir sind die einzigen Gäste) und fahren dann wieder runter in den Ort,

Lüderitz von Shark Island aus gesehen

um unsere Vorräte aufzufrischen. Hier ist am Freitag Mittag die Hölle los, jeder ist am einkaufen. Leider ist die Auswahl nicht mit Swakopmund oder Windhoek zu vergleichen und das Schlimmste: es gibt kein vernünftiges Brot!  Nachproviantiert fahren wir zurück zu unserer Campsite mit schönem Meerblick und hängen noch etwas ab. Am Abend laufen wir runter in den Kernort und essen lecker Austern und lokalen Fisch beim Portugiesen. Zurück geht es im Dunkeln für wenige N$ per Taxi.

25. Mai 2019

Nach dem Frühstück stellen wir fest, dass es nach der Kälte gestern Abend schon wieder sehr warm ist. Wir satteln SUMO und machen uns auf den Weg zum „Diaz Point“.  Bartolomeu Diaz, ein portugiesischer Seefahrer, der als erster Europäer die Südspitze Afrikas umsegelte, hat hier am 25. Juli 1488 eine Kreuzsäule errichtet, um die Inbesitznahme des Landes für Portugal anzuzeigen. Unterwegs sehen wir noch einige Flamingos.

Schlafende Flamingos: Kopf unter Flügel, einbeinig stehend

Am Point angekommen, erkunden wir zunächst einen aufgelassenen Campground, den Leuchtturm und die umliegenden verlassenen Gebäude.

Leuchturm mit Ruinen @ Diaz Point

Auf einer nahen, kleinen Insel sonnen sich die Robben.

Faule Robben

Nicht weit von hier liegt auch Halifax Island, wo wir mit dem Fernglas die Pelikan…, nein die Pinguin Kolonien sehen können. Von der Kreuzsäule (Kopie von 1921) aus hat man einen schönen Blick auf Buchten und Meer.

Diaz Point und Robben-Spanner

Wir erkunden noch einige weitere Buchten u.a. die „Knochenbucht“, wo haufenweise Muschelschalen liegen. Das Ende der Tour bildet die „Große Bucht“ mit schönen Brechern (aber kein Surfer).

Surfers Paradise

Vor einem Bad im Meer testet Elke erst mal die Wassertemperatur mit den Füßen. „Das Wasser ist Kneipp-geeignet, Schwimmen kann man vergessen“ ihr vernichtender Kommentar.
Zurück in Lüderitz tanken wir nach (diesmal müssen wir bar zahlen, keine internationale Creditcard möglich) und parken dann am Hafen. Wir flanieren etwas herum,

Hafenbereich

nehmen einen Drink im „Yacht Club“ und stärken uns dann mit einem späten Mittagessen in dem Restaurant „Essenszeit“. Während wir speisen laufen die Fischerboote ein und die Arbeiter gehen von Bord. Sie werden teilweise von ihren Familien empfangen und bringen oft einen dicken Fisch für letztere mit.
Den Rest des Tages relaxen wir auf dem Stellplatz bei Meeresblick.

Sorry, Stallorder: Sonnenuntergänge muss ich immer posten

 

 

Bilder Namibia

 

4 Gedanken zu „Namibia

  1. Liebe Elke, lieber Stefan,

    Ihr habt eine tolle Schreibe und spannendes vor Eich! Danke, dass Ihr uns teilhaben lasst! Weiter eine tolle Zeit und toi, toi, toi mit Eurem SUMO! Wir sind lesend bei Euch!
    Wir haben jedenfalls im Etosha die Jagdtrophäen Löwe, Rhino, Elefant etc. schon mit Pixeln erlegt!
    Liebe Grüße Manu und Henning

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